Salat ist öde oder Mel beweist das Gegenteil!

Letztens bekam ich ein Kompliment für eine Salatkreation von einer Freundin, die genauso wie ich, gerne schlemmt und durch die allabendliche Zufuhr dieses bekannten Gerichtes versucht, die Kilos nicht wachsen zu lassen.

Erst wußte ich nichts damit anzufangen, denn hey, wer kann schon keinen SALAT kochen? War das jetzt als Kompliment zu werten und steckte etwas Ironie dahinter?

Ich gebe zu, mit fortschreitendem Alter und anwachsender Anzahl der Zubereitung dieses Gerichts muss ich mir manchmal schon echt was einfallen lassen, um nicht zum Kaninchen zu mutieren. Gerne möchte ich an dieser Stelle mein Grundrezept für Salat mit euch teilen.

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Trommelwirbel, Spannung, Überraschung: Ich mixe immer Gemüse, Blattsalat und….Obst. Irgendwann war ich es leid, nur zwischen einer roten und einer grünen Paprika wählen zu müssen und hatte nur noch einen Apfel statt Tomaten im Vorratsschrank. Et voilà, eine neue Salat-Epoche brach an. Plötzlich bietet das angehende Salatbuffet soviel mehr Auswahl: Mandarine-Rucola, Banane-Radicchio, Apfel-LolloRosso-Erdnuss-Petersilie, bald kommen Nektarine, Pflaume, Pfirsich, anschließend die Traube.

Unterstützt wird das Ganze durch die Klassiker, grünen Salat aus dem Garten, Pflücksalate aus dem Beutel dürfen es auch mal sein, irgendwer mag auch diese essbaren Blüten gerne. Toll ist auch frischer Babyspinat mit roter Beete und Goji-Beeren.

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Diese Kombination hat auch den großen Vorteil, das durch die Fruchtsüsse des Obstes das Salatdressing nicht noch zusätzlich gesüßt werden muss. Wer trotzdem noch den süßen Kick benötigt, kann ein Salatdressing aus Essig/Öl, Salz/Pfeffer mit Fruchtsaft verdünnen. Schmeckt herrlich frisch und bringt Abwechslung. Sind die Äpfel als einziges Obst zu sauer, darf an auch mal gern mit Sirup süßen.

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Dann noch ein kleiner Crunchy-Tipp von mir. Ergänzt den Salat mit einer kleinen Zugabe. Zerkleinert Nüsse, röstet Pinienkerne, wer auf Trennkost pfeift kann Öl in einer Pfanne erhitzen, Brotwürfel rösten und diese mit Zimt überstreuen. Es macht immer Spass,  im wahrsten Sinne „einen knackigen Salat“ zu essen.

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Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Eiweiß-Variationsmöglichkeiten mit gebratenem Hähnchen oder Lachs, Schinken, Fetakäse, Gorgonzola, geräucherter Forelle und, und und.

Heute schwöre ich zum Beispiel auf Rhabarber, grünem Spargel, Erdnuss, Rucola und Orange. Dazu ein Dressing aus Öl, Zitronensaft, Salz/Pfeffer und, hüstel, Johannisbeersirup, denn der Rhabarber ist nicht „ohne“.

Guten Appetit!

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Geschenke gehen immer oder Huhn im Paket

Ich bin kein Freund von Küchenmaschinen und Co. Das Einzige, was mit viel Geld in eine neue Küche käme, wäre ein Dampfgarer. Da momentan beides nicht in Aussicht ist, trickse ich gerne mal wieder.

Mit den frühlingshaften Temperaturen schwinden auch wieder die herzhaften Gerichte und die leichten, südländischen Fisch- und Fleisch- und Gemüsegerichte gewinnen wieder auf meinem Herd.

Was einfach genial ist sind kleine Päckchen aus Packpapier zu packen. Diese speziellen Päckchen kann man befüllen mit allerlei Dingen, die so im Kühlschrank sind. Wunderbar kann man sie vorbereiten, für Grillabende oder Einladungen

Melsbonheur_Haehnchen2Grillbar ist zum Beispiel die Variation Birne/Gorgonzola oder vielleicht Feta/Tomate/Honig/Thymian oder mal Zucchini/Tomate/Schinken? Lecker sind auch mal süße Füllungen mit Apfel/Marzipan/Zimt oder Waldfrucht/Vanille/Kekskrümmel. Ihr seht, jeder, wie er mag.

Heute habe ich noch ein Bio-Hähnchenbrustfilet zur Verfügung und etwas Gemüse.

Dazu habe ich das Kräuterbeet am Wochenende aufgeräumt und abgebrochene Rosmarinzweige in Reserve. Minime ist Hühnchen auch gerne, auch in der kalten Version.

Jetzt bin ich ja der NICHT-GERNE-FLEISCHSCHNEIDER und bin froh, wenn ich ausser waschen, würzen und in die Pfanne legen, nichts großartiges mehr mit dem Stück Fleisch machen muss. So auch heute. Heute gibts ein großes Päckchen, dass vielleicht sogar noch für morgen reichen wird:

Melsbonheur_haehnchen4Huhn als Geschenk

100 g Champignons
100 g Kirschtomaten, Minipaprika, Zucchini o.ä.
1 großes Hähnchenfilet
Salz
4 El Olivenöl
Pfeffer
4 Zweige Rosmarin
4 Stiele Thymian
1/2 Tl edelsüßes Paprikapulver
1 Knoblauchzehe, 1 halbe Zwiebel

1. Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Kirschtomaten und Paprika halbieren. Hähnchenfilets salzen, in 2 El heißem Öl von jeder Seite 1 Min. bei starker Hitze anbraten, mit Pfeffer würzen und herausnehmen. Champignons, Zwiebel und flachgekloppte Knoblauchzehe mit Gemüse 
ins Bratfett geben und kurz anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Ofen auf 190 Grad (Umluft 170 Grad) vorheizen. 2 Stücke Backpapier überlappend in eine Auflaufform geben. Champignons und Tomaten auf die Mitte der Stücke geben. Das Hähnchenfilet daraufsetzen. Je 1 Zweig Rosmarin und 1 Stiel Thymian darauflegen. Mit je 1⁄2 El Olivenöl beträufeln. Papier über der Füllung zusammenfalten. Die Enden mit Küchengarn fest zubinden. Päckchen auf ein Blech setzen. Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene 20 Min. backen.

Guten Appetit!

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Lieber Besuch oder Erbsen-Minze-Kanapee

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Man bekommt Besuch von lieben Gästen, eigentlich nur für die Kaffeezeit, weil man sich so lange nicht gesehen hat. Und eigentlich hat man keine Zeit, weil man ja noch so viele andere Termine hat. Ist man aber erst mal da, wird die Zeit kurzweilig, weil man sich so lange nicht mehr gesehen hat, weil man so viele Termine hat. Und Schwups, spielt die Zeit keine Rolle.
Ihr sprecht bestimmt auch diese Einladungen zum Kaffee aus, von denen ihr wisst, es wird bestimmt wieder bis in den frühen Abend gequatscht.

Irgendwann nach Keks, Kuchen und Co. stellt sich der Appetit auf etwas Herzhaftes ein. Eine Sache, die schnell vorzubereiten geht, sind die kleinen Schnittchen mit Erbsenpüree.

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1 Paket dünnes Vollkornbrot auch Pumpernickel (gibt es als Kanapee schon vorgeschnitten oder man sticht sie selber in der gewünschten vor aus), 1 Paket Tiefkühlerbsen, 1/2 Bund frische Minze, 1 Becher Creme fraiche, 1 kleines Stück Parmesan, Salz, Pfeffer, 3 Radieschen und/oder 3 Scheiben Schinken

Melsbonheur_erbsenpu_003Die Erbsen nach Anleitung im gesalzenen Wasser garen. Etwas abkühlen lassen, mit Minze, 4 EL Creme fraiche und Parmesan pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Schinken braten bis knusprige Chips entstehen, auf einem Küchentuch trocknen lassen.

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Püree auf die Brotformen verteilen, mit Radieschenstreifen oder Schinkenchips garnieren.
Lässt sich wunderbar vorbereiten und das Erbsenpüree schmeckt übrigens als Beilage zu Lamm einfach himmlisch.

Guten Appetit

Chutney de prunes (Pflaumen-Chutney) oder die lieben Nachbarn wieder!l

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So, da standen sie wieder, die Eimer. Vor der Haustür. Prachtvoll gefüllt mit purpurfarbenen Köstlichkeiten. Dann waren sie wieder da – die Probleme. Meine. Mit der Verwertung. Viele von Euch werden jetzt denken – gar kein Problem. Es gibt Pflaumenkuchen! Ja, dachte ich auch. Aber wer soll das alles essen????

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Zum Glück habe ich letztens in einer französischen Zeitschrift geblättert und mich an eine Zutat für eine Wildsauce erinnert – ein Pflaumenchutney, frz. Chutney de prunes.

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Bei der Zusammenstellung der Zutaten schossen mir gleich die Tränen in die Augen. Wie so häufig eigentlich (bin sehr nah am Wasser gebaut – emotional halt). Soviel Zwiebeln schnippeln. Habt Ihr Tipps, wie man das Tränenvergießen beim Zwiebelschälen einstellen kann? (Dunstabzughaube lief und Wasserhahn auch. Die Taucherbrille hatte ich vergessen, aufzusetzen.)

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Pflaumenchutney
600 g Pflaume(n), entkernt
60 g Ingwer
400 g Zwiebel(n)
Öl
230 g Zucker, braun
Salz
Cayennepfeffer
200 ml Balsamicoessig (Creme geht auch, dann nur den Zucker reduzieren und Saft hinzufügen)

Ein Schuss Cognac und etwas Zimt nach Belieben…

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Zwiebeln grob und Ingwer fein würfeln. In einem Topf mit Öl anschmoren, bis die Zwiebeln glasig sind. Pflaumen dazu und rühren. Den Zucker unter Rühren dazugeben und warten, bis er sich aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer würzen und dem Balsamico ablöschen. Nun einreduzieren lassen, bis sich die richtige Konsistenz entwickelt hat. Zum Schluss habe ich noch einen Schuss Cognac dazugegeben und nochmals reduziert. Bitte abschmecken.

In sterilisierte Gläser geben. Ihr könnt ganz normale Senf- oder Marmeladengläser nehmen. Die halten am längsten frisch und konservieren gut.

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Chutney ist eine tolle Grundlage für Wildsaucen oder wie hier heut bei mir – zu einem Stück Allgäuer Bergkäse oder Pecorino.

Guten Appetit!

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Mel’s Faustregel oder Pesto braucht nicht immer Basilikum!

Pesto Schnell noch hinterhergeschickt, zu meinem kleinen Experiment. Ihr habt mich auch nach meiner grünen Deko gefragt, dem Korianderpesto (leider habe ich meinen Rest gestern aufgebraucht, daher hier eine kleine Petersiliendeko;)). Im Moment schafft es meine Küchenmaschine nicht mehr in den Schrank. Alles wächst frisch und das Blattgrün ist jetzt so richtig saftig. Pesto jeglicher Art eignet sich als Sosse, als Käsegarnitur, für Pastasorten aller Art, als Salatdressing, für Pellkartoffeln und so weiter. Also so richtig vielseitig. Es hat zudem den Vorteil, dass es länger im Kühlschrank hält. Wichtig ist nur, dass man immer einen frischen Löffel nutzt und dafür sorgt, das eine Schicht Öl das Pesto bedeckt. Hier mein Rezept für Bärlauchpesto, Petersilienpesto, Basilikumpesto und in diesem Fall Korianderpesto. Ihr benötigt generell: Ca. 50 gr. Pinienkerne, ca. 80 gr. guten Parmesan, ca. 150 ml sehr gutes Olivenöl, eventuell 1 Zehe Knoblauch (je nach Gusto) und dann ca. 2 gute Handvoll Kräuter, wie oben genannt. Das Korianderpesto ist etwas zarter im typischen, leicht seifigen Geschmack, an dem sich die Geister scheiden. Als Pesto eindeutig neutraler als pur, also. Bitte schmeckt das Salz gut ab. Der Parmesan bringt einen eigenen, sehr hohen Salzanteil mit, hier schmeckt man die Qualität schnell heraus. Dann alles in den Standmixer geben (die Könner nehmen den Mörser). Oder püriert mit einem Zauberstab im hohen Gefäss. Das Ganze kommt dann in ein Glas mit Schraubdeckelverschluß, etwas Öl noch obendrauf und entweder sofort vernichten oder in den Kühlschrank damit. (Übrigens auch eine schöne Geschenkidee). Lasst es Euch schmecken. Immer.

Danke Jamie Oliver oder Ab dafür, in die Tüte!

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Einmal ganz kurz ein Praxistipp aus der Küche.

Ich berichtete ja über mein unwohles Gefühl bei der Zubereitung von Fleisch. Dafür habe ich einen Tipp von Starkoch Jamie übernommen. Oftmals kommt er ja zu praktisch, zu grob und burschikos im Umgang mit Lebensmitteln rüber, aber hierfür könnt ich ihn knutschen.

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Wenn ihr Fleisch marinieren wollt, macht das am besten in einem Gefrierbeutel oder einer Tupperbox. Fleisch rein, Olivenöl drüber, Kräuter, Chili und Knobi dazu.

Wer mag, kombiniert mit Ingwer, Salbei, Curry oder was auch immer. Lecker ist es auch, Putenbrust oder Hähnchenfleisch mit der Schale einer ungespritzten Zitrone zu braten. Gibt dem Ganzen etwas extra Frisches, nicht nur auf Sommersalaten.

Einige würzen nach dem Braten, ich füll Salz und Pfeffer einfach immer mit den Beutel oder die Box. Dann die Tüte zu oder den Deckel auf die Box, kräftig schütteln oder kneten und stehen lassen, bis zum Braten.

Ich begebe mich jetzt an meinen Salatteller mit Zitrushühnchen, Sesam, getrockneter Tomate und Feta. Oder Feige mit Ziegenkäse, oder Mangospalten oder Tomaten-Mozzarella oder Zimtcroutons? Ich bin mir noch nicht ganz so sicher :D.

Guten Appetit!

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