Antipastisalat oder die Gunst der Stunde!

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Ich gebe zu, dieser Beitrag war nicht geplant. Der ganze Tag war so eigentlich nicht geplant. Heute vormittag hatte ich drei Termine mit meinem Rechner, die ganz unbedingt erledigt hätten werden müssen. Wäre da nicht die Gegensprechanlage gewesen, die unbedingt von den ungebetenen Gästen im letzten Jahr auseinandergenommen werden musste. Seither wurden wir ab und an von fröhlichem Klingeln bei Tag und Nacht geweckt, obwohl niemand vor der Tür stand.

Also mußte der Elektriker meines Vertrauens her. Kein Ding, sollte in einer Stunde angebracht werden, kein Problem. -Jaha.

Dieses sehr alte Haus ist von mehreren Generationen ausgebildeten und selbsternannten Elektrikern behandelt worden. Daher keine Verteilerdose in Sicht, um nur mal eben das Ganze zu verbinden.

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Da steh ich nun anderthalb Stunden später, mit dem Inhalt des Schuh- und Taschenschrankes im Wohnzimmer, einem ausgebauten Einbauschrank im Esszimmer, zwei eifrigen Elektrikern, die sich wirklich Mühe geben und Schneeregenblick nach draußen in der Küche. Die Jungs haben zu tun, hätte ich auch, aber an mein Büro ist gerade hier im Chaos nicht zu denken. Dann halt die Gunst der Stunde nutzen und einen Lieblingsklassiker für den Abend vorbereiten.

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Antipasti-Salat:

3 Paprika, 3 Möhren, 2 kleine Zucchini, 1 Knoblauchknolle

Rosmarin, Thymian

Olivenöl, Salz, Pfeffer, etwas brauner Zucker

Das Gemüse putzen, Paprika von Strunk und Samen befreien, in breite Streifen schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit der Hautseite nach oben. Mehrmals die Stücke auf der Hautseite mit einer Gabe einstechen. nun bei 250 Grad ca. 20 Minuten grillen. Die Paprika muss schwarz werden.

In dieser Zeit die Zucchini in möglichst lange Scheiben schneiden und salzen, Möhren schälen und in Stücke schneiden. Knoblauchzehen schälen und einmal mit dem Küchenmesser platt drücken. Normalerweise bin ich der Minimalist in der Küche, aber zu diesem Gericht hole ich gerne mal die Grillpfanne aus dem Keller.

Die Grillpfanne auf den Herd stellen und erhitzen, Öl hinein und die Knoblauchzehen anschwitzen, nach und nach die Zucchini-Scheiben einlegen, salzen und pfeffern, die Kräuter darauflegen.

Nun kann das Backblech aus dem Ofen geholt werden, die dunkle Paprika mit dem Backpapier vom Blech nehmen und mit einem feuchten Küchentuch bedecken, leicht auskühlen lassen. Die Zucchini-Scheiben wenden und würzen.

Nun die Paprikahaut mit einem Messer abschälen und in eine vorbereitete Schüssel geben, die Zucchini dazu. Nun etwas Zucker in die Pfanne und leicht karamellisieren lassen, die Möhrenstücke dazu geben. Würzen und leicht anbraten, bis sie ‚al dente sind. Alles zusammen in die Schüssel, etwas Öl darauf geben, eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken, frische Kräuter darüber, mit Folie bedecken und an einem kühlen Ort circa 5 Stunden durchziehen lassen.

Was soll ich sagen, mit der Abfahrt der Elektriker war der Salat durchgezogen. Ein Stückchen Sommer im Februar. Guten Appetit!

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Grün rockt oder Pizza mal anders!

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Gehobelte Zucchini und blanchierte Broccolirösschen

Mel ist mal alleine zu Hause und muss mal nicht auf die visuelle Farballergie der kleinen Madame bei der Essenszubereitung Rücksicht nehmen. Es sollte aber trotzdem schnell gehen – wie so oft eigentlich.

Der erste Blick geht in den Kühlschrank. Ich habe Hunger, ich meine, richtig Hunger! Nicht diesen Jetzt-muss-ich-low-carb-green-smoothie-trinken-Hunger, nein ich meine, Pizzahunger. Die Tomaten in dieser Zeit schmecken noch nicht. Sind zumeist wässrig und steinhart. Das ist auch der Grund, warum meine Sugo-Vorräte aufgebraucht sind, daher muss ich mir was anderes einfallen lassen.

Alles, was grün und gesund zugleich ist, schmeckt der kleinen Madame nur unter extremen Bemühungen, daher ist Grün immer das Einzige, was reichlich in der Gemüseschublade vorhanden ist.

P.S. Übrigens gibt es das gleiche Phänomen bei einer Schüssel Gummibärchen. Da sind es aber meistens die gelben und weißen Kollegen, die übrig bleiben.

Also, man nehme:

1 x Pizzafertigteig, 1 kleine Zucchini, etwas Broccoli, 50 gr. Gorgonzola, 1/2 halb Becher Creme Fraiche, 2 Eier, etwas Milch, Salz und Pfeffer, Rosmarin und Oregano

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Die „Füllung“ gut verquirlen.

Die Broccolirösschen sehr klein zupfen und 2 Minuten im kochenden Salzwasser blanchieren.

Zwischenzeitlich die Eier, Gorgonzola, Creme fraiche, Milch, Salz und Pfeffer in ein hohes Gefäss geben und gut vermengen. Die Zucchini fein hobeln und salzen.

Eine Quicheform mit dem Pizzateig nebst Backpapier auslegen. Die Eiermischung darauf geben und mit dem Gemüse auslegen. Kräuter klein zupfen und darüber geben.

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Grün ist vor allem im Frühling meine Lieblingsfarbe!

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze) und die Quiche auf mittlerer Schiene ca. 25 bis 30 Minuten backen lassen (Nicht nur der Pizzarand, auch die Füllung sollte leicht bräunlich sein).

Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Ich empfehle: Etwas auskühlen lassen, ein Glas Weißwein dazu, ein Sofa und eine prämierte gute Mädelsschnulze dazu. Guten Appetit!

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Bon Appetit!