Schöner Schokoladenhimmel oder death by chocolate

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Kennt ihr die Suche nach DEM einen Rezept, dass es dann schlussendlich sein soll. Nie wieder auf die Suche gehen, nie wieder etwas Ausprobieren müssen, um dann doch zu merken es geht noch besser?

Hurra, ich bin angekommen. Angekommen im Schokoladenhimmel. Mehr durch Zufall entdeckt, aber dann ausprobiert.

Ich war schon lange auf der Suche nach einem Rezept, welches ich zuletzt bei diesem Franchise-Italiener der Systemkategorie probiert hatte. Ein Schokoladenkuchen, der nicht trocken, fast wie ein zu harter Pudding schmeckt. Außen nicht zu trocken, sehr saftig, fast cremig.

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Letztens ergab sich eine Möglichkeit, das Ganze mal nach zu backen. Minime ist der beste Schokoladenkuchentester (sie hat eine Eiweißallergie, die es ihr nicht erlaubt, Schokokuchen mit flüssigem Kern zu essen) und hat sehr schnell den letzten Schokoladenhasen geopfert, der auch nicht mehr als Dekoration taugte oder länger im Schrank aufbewahrt werden sollte.

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Schokoladentorte „Death by chocolate“

Zutaten:
3 Eier
175g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
225g dunkle Schokolade
125g Butter
1 gehäufter EL Stärke (ca. 25g)
1 gehäufter EL Backkakaopulver (ca. 25g)
100ml starker Espresso
Zubereitung:
Eier und Zucker, Vanillezucker schön schaumig schlagen. Funktioniert mit einem Handrührgerät ebenso wie mit einem Schneebesen.
Die Schokolade grob hacken. Schokolade und Butter in einer Schüssel über einem Wasserbad vorsichtig schmelzen. Die Butter-Schokoladenmischung gut verrühren und langsam unter die Eimasse rühren.
Den Kaffee dazugeben und gut vermengen.
Kakaopulver und Stärke unterheben.
Die Form fetten und bemehlen oder mit Backpapier auslegen (der Teig bleibt allerdings feucht und könnte so als fertig gebackener Kuchen am Papier kleben bleiben). Den Teig einfüllen und bei 180°C ca. 35 Minuten lang backen. In der Form auskühlen lassen.
den Kuchen leicht gekühlt aufbewahren. So behält er die cremige Konsistenz.

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Vorsichtig muss man dazu sagen, dass der Genuss von einem Stückchen schon als volle Mahlzeit zu werten ist. Oftmals braucht man danach auch gar nicht mehr. Also, langsam genießen und schwelgen.

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Mels Marmorkuchen oder jugendfrei ist anders!

Meine Tochter liebt Marmorkuchen über alles! Und wer sie kennt, weiß, dass Essen nicht gerade auf ihrer Interessenskala ganz oben liegt, es sei denn, Schokolade spielt eine Rolle. Nun liebt sie nicht Marmorkuchen generell, nein, er muss von einer ganz bestimmten Person gebacken werden. Keine anderer Bäcker bekommt den Marmorkuchen so saftig und ausgewogen hin, wie sie. Unsere Nachbarin.

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Oft habe ich sie nach ihren Kniffen gefragt, nach der geheimen Zutat, die diesen Kuchen zu diesem besonderen machen. Keine Chance, ich kann die Zutaten abwiegen, die Eier und die Butter vorher auf Zimmertemperatur bringen, das Mehl sieben, die Schokolade von Hand schaben, dem Teig vorsingen (oder besser auch nicht), schimpfen, gute Laune beim Zubereiten haben, schlechte Stimmung haben, in Eile oder die Ruhe selbst sein. Er mag mir nicht so gelingen, wie Hannes Kuchen.

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Also ist Hannes Marmorkuchen für C. genau das, was Tante Giselas Apfelpfannkuchen für mich waren (und sind). Der Geschmack nach einem besonderen und außergewöhnlichen Moment der Kindheit, an den wir uns immer erinnern.

Jetzt ist C. mal außer Haus und ein kleiner Besuch steht an. Besuch von meiner Großcousine und dem weltbesten Grafiker, die sich ab und an mal aus dem Hessenland auf den Weg in die alte Heimat machen. Der weltbeste Grafiker hat noch etwas „gut“ bei mir. Eine typische Hau-Ruck-Idee von mir, die er wieder mal mit katastrophalen Vorgaben von mir, in wirklich sehenswerter  Weise umgesetzt hat. Das Ergebnis darf jeder sehen, der auch die berufliche Seite von Mel kennen lernen möchte. Anfragen gerne jetzt! Danke dafür, Sepp.

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Jetzt war ich nicht gut vorbereitet und hatte keine Zutaten für einen American-Sweet-Schmandkuchen-nach-seiner-Mutter-Kuchen da und habe einfach Hannes Marmorkuchen nach Melsbonheur-Facon gebacken. Natürlich ist er wieder nicht Hanne-like geworden aber dafür halt anders. Für Kinder eher ungeeignet, den richtig saftig wird der Kuchen erst, wenn man ihn nach dem Backen in der Form mit 2 Teelöffeln Grand Marnier zusätzlich beträufelt.

 Mels Marmorkuchen mit Grand Marnier

160 g Butter
180 g Zucker
1 TL, gestr. Vanille (Bourbon Vanille), gemahlen
4 Eier
4 EL Grand Marnier
220 g Mehl
40 g Speisestärke
1 TL Backpulver
Puderzucker
Backkakao
Fett für die Form

Zubereitung:
Die Eier, Butter, Zucker und Vanille schaumig schlagen. Den Grand Marnier zufügen. Mehl, Stärke und Backpulver mischen, durchsieben. Alles in die Rührschüssel geben und vorsichtig unterheben.

2/3 des Teigs in eine gut eingefettete Guglform geben. Dem restlichen Teig circa 2 Suppenlöffel Backkakao zufügen und mischen. Über den hellen Teig in der Form geben und mit einer Gabel zarte Kreise ziehen. Bei circa 175 Grad circa 40 Minuten backen. Nach dem Backen die Form etwa 10 Minuten erkalten lassen, dann vorsichtig stürzen.

Wenn die Kuchen etwas ausgekühlt hat, vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen oder wer mag, mit Zarbitterschokolade dünn überziehen.

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Guten Appetit und ich hoffe, Sepp hat das hier noch nicht gelesen…

Frohe und vor allem friedliche Ostern.

 

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Wider der Schreibblockade oder ein Linsengericht!

 

Melsbonheur_linsen3Brainfood ist total „in“, sagen sie. „Healthy“ muss es sein. „Superfood“ ist angesagt und „clear eating“ ist ein Muss. Nach Tagen des Dauerregens und ohne Sonnenlicht brauche ich ein paar Vitamine. Da bin ich auch total konservativ und „old school“ und schneide Rohkost in Streifen.

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Hülsenfrüchte habe ich erst sehr spät für mich entdeckt, damit meine ich wirklich Bohnen, Linsen und Erbsen. Heutzutage versuche ich, immer mal auf Fleisch zu verzichten und da kommen mir die eiweißhaltigen Minipowerpakete genau recht.

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Zurück zu meinen Gemüsestäbchen, die allerdings ein paar Fette benötigen, damit zum Beispiel die Möhrchen meine Augen noch leistungsfähiger machen können (falls Hopfen und Malz noch nicht auf der Lebenslinie verschwunden sind).

Angelehnt an die marokkanische Küche hier das Rezept für den

Linsen-Minz-Dip (reicht mit Gemüsesschnitzern für circa 2 Personen):

50 gr rote Linsen, halbe Zwiebel, 1 halbe Zehe Knoblauch, Olivenöl, 150 ml Gemüsebrühe

Kreuzkümmel, Pfeffer, Salz, Pfefferminze, Petersilie

50 gr. weicher Schafskäse, 10%-Joghurt oder etwas Crème fraiche, Abrieb und Saft einer Limette

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Zwiebel und Knoblauch hacken und in einen Topf mit etwas erhitztem Olivenöl geben. Glasig schmoren lassen. Die roten Linsen dazu geben und leicht anrösten lassen. Einen halben Teelöffel Kreuzkümmel dazu und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Temperatur 10 Minuten köcheln lassen.

Den Schafskäse dazu geben und alles pürieren, Creme Fraiche dazu, falls die Konsistenz zu fest ist. 5 Minzblätter und 5 Stängel Petersilie dazu geben, ebenso Limonenabrieb und den Saft. Mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken.

Dazu Möhren, Kohlrabi, Paprika, Fenchel und was auch immer in der Gemüseschublade schlummert in Streifen schneiden und servieren.

Ich hoffe es schmeckt und welch ein Wunder, ich kann jetzt auch wieder schreiben!

Guten Appetit!

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Heidelbeertartelettes oder Erinnerungen an die Ferien!

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Na? Habt ihr noch Erinnerungen an die Sommerferien? An die Zeit mit euren Eltern oder mit Kindern oder ganz allein?

Meine Erinnerungen sind noch ziemlich präsent. Und wieder ist meine Nase schuld. Meine Nase sehnt sich heute nach dem Geruch des Sommers. Und ich muss gestehen, ich bin ein halbes Lehrerkind. Und damit einen zwinkernden Gruß an eine treue Leserin, meine Ma.

Sportlehrerin außer Dienst, reiselustig, aktiv, versehen mit der positivsten ansteckendsten Lache, die ich kenne. Und durch und durch Pädagogin mit einer Seelenruhe, die meistens im Hessenland wieder für den Alltag in den Ferien aufgefüllt wurde. Wir hatten eine kleine Ferienwohnung gemietet in der Nähe von Poppenhausen (bitte keine Lacher an dieser Stelle). Im Obergackenhof (Beherrschung, bitteschön), mit einer grandiosen Aussicht auf einen großen Tannenwald und viele Wiesen.

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Wer schon mal auf der Wasserkuppe war, weiß, wie Flora und Fauna dort ticken. Wir Kinder hatten die schönsten Ferien dort. Bewegungsgehemmte, sauerstoffverarmte und großstadt-verödete Schulkinder fühlen sich umgeben von Bauernhöfen und Blaubeerwiesen nämlich sehr wohl. Jawoll. Und machen dort Erfahrungen, die kein Stadtpädagoge der Welt unterrichten kann.

Kühe eintreiben mit dem Zweifingerpfiff, zum Beispiel. Bei der Treibjagd besonders laut sein, aus Versehen, versteht sich. Im Süßkirschenbaum ein Mittagsschläfchen machen und…auf der Blaubeerwiese einen Tag zu verbringen.

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So bei uns. In den Ferien mussten es immer mindestens 2 Tage sein, die wir mit Schalen, Eimern und Decken in den Blaubeeren verbrachten. Natürlich haben wir mit der Hand gepflückt und nicht ausgekämmt, um alle Pflanzen zu erhalten. Zwischendurch musste man aufpassen, dass man mit dem Hintern nicht in einen Schafskürtel plumpste oder eine Blindschleiche an den Waden zwickte. Denn es war meistens irre heiß und man hat die Gummistiefel gerne ausgezogen. Als Belohnung gab es dann ein Bad im eiskalten, trüben aber gesunden Guckaisee und Blaubeerpfannekuchen zum Abendbrot.

Jetzt haben wir keinen Sommer, ich bin nicht in der Nähe von Fulda und die Blaubeeren wachsen noch nicht ansatzweise an der Wasserkuppe. Daher greife ich auf die Kulturheidelbeeren zurück, die man ohne schlechtes Gewissen mal zur Not verwenden kann.

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Blätterteigtartelettes mit Mascarpone und Heidelbeeren:

1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal, Heidelbeeren, Mascarpone, Naturjoghurt, Milch, Vanillezucker, Zitrone und frische Minze, kleine Mürbeteigförmchen, Erbsen

Den Blätterteig mit Backpapier in Vierecke schneiden und die Förmchen damit ausfüllen. Die Mitte mit den Erbsen füllen. Backofen auf 200 Grad aufheizen, die Förmchen mit dem Teig und den Erbsen blindbacken (die Erbsen sorgen dafür, dass der Boden unten bleibt und nicht zu dunkel wird).

Ca. 2 große Esslöffel Mascarpone mit Joghurt glatt rühren, 1 Paket Vanille-Zucker dazu, etwas Zitronensaft und einen Schuss Milch. Minze sehr fein schneiden (ist in dieser Zeit sehr hart).

Die Erbsen aus den Tartelettes schöpfen (abkühlen lassen, kann man danach normal weiterverwenden), und 2 Löffel Creme einfüllen. Heidelbeeren garnieren und mit Minze bestreuen. Dazu ein Schluck Tee oder Kaffee und in Erinnerungen schwelgen. Kuss, Frau Mama!

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Lieber Besuch oder Erbsen-Minze-Kanapee

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Man bekommt Besuch von lieben Gästen, eigentlich nur für die Kaffeezeit, weil man sich so lange nicht gesehen hat. Und eigentlich hat man keine Zeit, weil man ja noch so viele andere Termine hat. Ist man aber erst mal da, wird die Zeit kurzweilig, weil man sich so lange nicht mehr gesehen hat, weil man so viele Termine hat. Und Schwups, spielt die Zeit keine Rolle.
Ihr sprecht bestimmt auch diese Einladungen zum Kaffee aus, von denen ihr wisst, es wird bestimmt wieder bis in den frühen Abend gequatscht.

Irgendwann nach Keks, Kuchen und Co. stellt sich der Appetit auf etwas Herzhaftes ein. Eine Sache, die schnell vorzubereiten geht, sind die kleinen Schnittchen mit Erbsenpüree.

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1 Paket dünnes Vollkornbrot auch Pumpernickel (gibt es als Kanapee schon vorgeschnitten oder man sticht sie selber in der gewünschten vor aus), 1 Paket Tiefkühlerbsen, 1/2 Bund frische Minze, 1 Becher Creme fraiche, 1 kleines Stück Parmesan, Salz, Pfeffer, 3 Radieschen und/oder 3 Scheiben Schinken

Melsbonheur_erbsenpu_003Die Erbsen nach Anleitung im gesalzenen Wasser garen. Etwas abkühlen lassen, mit Minze, 4 EL Creme fraiche und Parmesan pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Schinken braten bis knusprige Chips entstehen, auf einem Küchentuch trocknen lassen.

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Püree auf die Brotformen verteilen, mit Radieschenstreifen oder Schinkenchips garnieren.
Lässt sich wunderbar vorbereiten und das Erbsenpüree schmeckt übrigens als Beilage zu Lamm einfach himmlisch.

Guten Appetit

Coq au vin, Kokowääh oder besser nicht à la Til Schweiger!

Meine Einstellung zu Fleisch und Geflügel ist ganz klar. Alles in Maßen und wenn, dann herkunftssicher. Ich fasse ungern rohes Fleisch an, zerteile und putze es. Auch ein Grund, warum ich selten Fleischgerichte koche.

Was macht ein Franzosenkind, wie ich es bin, am liebsten? Gerne das Frischgekaufte vor Ort schon portionsbedingt bearbeiten lassen, so dass ich es nur noch mit spitzen Fingern waschen und trocknen muss.

Ein Klassiker für ganz liebe Freunde und Leckerschmecker, auch weil es sich so gut vorbereiten lässt, ist das Rotweingericht Coq au Vin. Noch beliebter hierzulande ist das Nationalgericht durch den deutschen Spielfilm von (Vorsicht Ironie:) meinem Lieblingsschauspieler Til Schwieger „Kokowääh“, der meiner Meinung nach auch besser nur in Lautschrift oder Pantomime spielen sollte.

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Auf die Einkaufsliste gehört wie folgt:

8 Hähnchenschenkel bester Qualität

250 gr Schalotten

100 g Speck oder gut getrocknete Salami

1 Kräuterbund aus Lorbeere, Thymian und Rosmarin

Glatte Petersilie, Karotten

2 El Schmalz, in meinem Rezept Gänseschmalz

4 cl Cognac

1 Flasche kräftiger französischer Rotwein (wahlweise darf es zähneknirschend auch ein italienischer sein, wie auf dem Foto)

2 Knoblauchzehen

etwas geriebene Muskatnuss

etwas Zucker, Meersalz und Pfeffer

Mehl zum Bestäuben

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Nun zum pro cedere:

Das Geflügel kräftig waschen, abtupfen und auf ein Brett legen. Jetzt salzen, pfeffern und mehlen. Ich bereite das Ganze gerne im Gänsebräter zu. Natürlich sollte man, wer ihn hat, einen guten gusseisernen Topf nehmen (für die Anschaffung war ich bisher zu geizig, steht aber auf der Einkaufsliste). Da ich möglichst alles gleichzeitig anbraten möchte und dem Rotwein viel Platz geben möchte, eignet sich der Bräter hier am Besten.

Zwiebeln und Karotten putzen, wobei die Karotten nur grob geschnitten werden. Speck oder Salami auch nur in grobe Stücke teilen.

Nun etwas Schmalz erhitzen. Zwiebeln und Salami kräftig anbraten und herausnehmen und beiseite stellen. Das restliche Fett erwärmen und nun das Geflügel kräftig anbraten.

Mit Cognac ablöschen und aufkochen lassen. Nun den Kräuterstrauß, die Karotten, den Knobi dazugeben und dann mit Rotwein aufgießen (natürlich muss der Koch während des Kochvorgangs mehrmals den zuvor aus der Flasche entwendeten Rotwein probieren ;).

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Salzen, Pfeffern und einen Hauch Muskatnuss dazu.

Jetzt kommt der Deckel druff und ab jetzt viiiiiiiel Geduld bei kleiner Flamme. Zwischendurch kann man immer mal wieder ein Nässchen nehmen und probieren.

Nach ca. 1/1/2 Stunden den Kräuterstrauß und das Fleisch entnehmen. Die Sosse nun bei geöffnetem Deckel und großer Hitze einreduzieren lassen. Nachwürzen.

Um die Sosse etwas zu binden, zerdrücke ich einige der durchgegarten Karottenstücke, um die Stärke freizusetzen. Zum Schluss alle Zutaten wieder in den Topf geben und für 20 Minuten wieder leicht erhitzen.

Dazu Baguette servieren. Mein Französischlehrer stand früher vor uns und erklärte jedesmal: „Das Baguette ist kein modisches Accessoire unter dem Arm eines Franzosen sondern ein wesentlicher Bestandteil der französischen Küche – das SOSSENSCHWÄMMCHEN.“.

In diesem Sinne – BON APPÉTIT!!!

Coq au vin -der Klassiker

Coq au vin -der Klassiker

(Dieser Blogpost sollte eigentlich irgendwann später einmal erscheinen. Da ich aber dieses Gericht gerne das nächste Mal mit einer guten Freundin kochen würde, dieser aber seit einigen Stunden das normale Leben unmöglich ist, widme ich es ihr heute schon. Küsse ins Marais-Viertel! Ich denke an Euch!#JeSuisCharlie)

Der 1. Advent oder was tut man nicht alles!

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Weihnachten steht sozusagen vor der Tür! Jedes Jahr vergeht schneller, je älter man wird. Überall liest man von *Entschleunigung, Detox-Tees stehen neuerdings in den Regalen (sowieso kommen die großen Teemarken auf immer komischere Teesorten u.a. *Erdbeerkuss, *Schlafgut, *Vanille-Chai-Spicy-Yoga-Tee) um nur einige zu nennen.

Worauf freut man sich an einem Sonntag am meisten? Nun mit den Liebsten Zeit zu verbringen, sich Ruhe zu gönnen, zu entschleunigen. Teetrinken, Kerzen anzünden, Plätzchen essen…Plätzchen essen? Plätzchen essen. Herrje, da war noch was.

Hier ein kleines Rezept für Alle, die mal eben Plätzchen genießen wollen. Falls sie nicht gerade Vokabeln mit den Liebsten pauken müssen, den Kinderstudenten ins neue Eigenheim verhelfen oder auf dem Weg zum Weihnachtsmarktgetöse sind.

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Butterplätzchen à la Mel

250 gr. Butter, 50 gr. handwarmes Kokosfett, 2 Eier, 500 gr. Mehl,200 gr. Zucker, Abrieb einer Bioorange, 2 Pakete Vanillezucker, Zimt, eine Prise Salz

Alle Zutaten vermengen, als Rolle in Alufolie wickeln und für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Danach ca auf 1/2 cm Dicke ausrollen und nach Herzenslust ausstechen. (Wer nicht unbedingt Ausstechformen hat, kann sich auch mit einem bemehlten Glas ans Werk machen.

Dann für ca. 10 Minuten, je ach Plätzchengröße bei 180 Grad in den Backofen.

Ich persönlich mag diese Zuckerkugeln, Herzchen und Gedöns nicht so. Darum mische ich einen Zuckerguss an und belege meine Plätzchen mit Mandelblättern oder Kokosflocken.

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Und das Ende der Geschichte? Schaut man in ein mehlbeschmiertes kleines Gesicht, den Bauch voll wohlig warmer Kekse und gutem Kakao: Das ist nach getaner Arbeit Entschleunigung genug :)!

Liebe Frankreichfans: Ich mag Euch ja nicht enttäuschen, aber wer in der Vorweihnachtszeit nach Frankreich fährt, wird von unseren Traditionen hier wenig finden. Die Franzosen haben keine Adventsbräuche, auch wenn so langsam die festliche Innenstadteleuchtung aus Deutschland rüberschwappt. Plätzchen, Kranz und Co. kennen die meisten Franzosen nicht.

Apfelzimtsucht oder wie der Gefrierpunkt irgendwie die Pfunde bringt!

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Apfel-Zimt-Minigugl mit weißer Schokolade und Mandelsplittern

Jetzt mal ehrlich: Wie viel mehr müssen denn wohl die Jungs und Mädels früher geschuftet haben, um nicht sofort den ganzen Speck anzusetzen, wie wir?

Ich habe den Eindruck, schon allein der Gang an den gebrannten Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt vorbei kosten mich eine Konfektionsgröße. Eindeutig unfair.

Damit ich nun aber mal ganz sicher weiß, woher der Speck kommt hier ein heute ausprobiertes und für gut befundenes Mini-Gugl-Rezept (eignet sich auch hervorragend als Kurzzeitraumduft -köstlich!)

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Schoko-Apfel-Gugl

375 g Mehl

1 1/2 TL Backpulver

1 TL gemahlener Zimt

250 g Butter, geschmolzen

220 g braunen Zucker

3 EL Zartbitter-Schokoladenaufstrich oder 1 EL Nutella

4 Eier

5 kleine, geschälte und leicht säuerliche Äpfel

Mehl, Backpulver und das Zimtpulver sieben und vermengen. Dann die flüssige Butter, Zucker, Nutella und  Eier zusammenrühren, zum Schluss die geriebenen Äpfel darunterrühren.
Den Teig in eine Mini-Guggl-Form füllen, und bei ca. 180° 20 – 25 Minuten lang backen.

Der Holzstäbchentest* zeigt an, ob die Gugl durchgebacken sind.

Den Miniküchlein eine Haube aus weißer Schokolade aufsetzen und mit Mandelsplittern bestreuen oder nur mit Puderzucker übersieben.

Nach dem Genuß dieser kleinen Kalorienbombe gehe ich jetzt erst mal in die Küche aufräumen, dann joggen und dann aufs Sofa. Na gut – vielleicht nur zum Aufräumen. Obwohl, Sofa!, ein toller Ort. Es ruft, laut und immer lauter….

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* Mit einem Schaschlikspieß in den Teig stechen und zurückziehen. Bleiben keine Rückstände an dem Spieß haften, ist der Gugl fertig.

Schnittchen sind Liebe oder die Fantasie des Bäckers!

Selbstgebackenes Vollkornbrot ohne Wartezeit - Mehls bonhehr

Selbstgebackenes Vollkornbrot ohne Wartezeit – Mehls bonheur

Jetzt mal ungelogen, ich glaube, Friseure und Bäcker müssen in Ihrer Grundausbildung zuerst ein Studium der Kreativität absolvieren. Wer bitteschön kann sich sonst diese ganzen Eigennamen wie „Salon Haarscharf“ oder „Bernd, das Brot“ ausdenken? Ich könnte Bücher schreiben, wenn ich mal die Salons nachschlagen würde. Nun ja.

Meine Oma Sofie sagte immer, „Kind, iss mehr Schnittchen!“. Prachtvoll verziert mit Gurkenscheiben, dicken Käsestückchen, guter Butter und Radieschenblume. Schnittchen sind Liebe!

Was kann man da groß tun, wenn Minime immer wieder die liebevollen Schulschnittchen unangetastet heim bringt? Jawollja, Ärmel hoch und selber machen. Aber…genau, da war er wieder, mein Feind der Küche: die Zeit. Daher habe ich ein supereinfaches Brotbackrezept ohne große Wartezeit ausprobiert.

Vollkornbrot – Gerührt, nicht geschüttelt

Man nehme:

1 Brotkastenform, 500 ml lauwarmes Wasser, 2 Teelöffel Salz, 1 Würfel Hefe, 1 Tl Zucker, 600 gr Vollkornmehl, 100 gr Körner (Leinsamen, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne etc. was Ihr mögt), 1 EL Essig, etwas Öl für die Form

Das Wasser mit Salz, Zucker und der Hefe mischen. Etwas solange rühren, bis sich alles aufgelöst hat. In die Schüssel mit Mehl und den Körnern geben und den Teig verrühren (Handrührgerät mit Knethaken). Die etwas flüssige Masse in die gefettete Form geben.

Das Ganze im nicht vorgeheizten Backofen (Ober-und Unterhitze) bei 200 Grad ca. 60 bis 70 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Sofort stürzen, etwas auskühlen lassen. Ich bewahre das Brot in einem sauberen Trockentuch auf.

Nun nach Herzenslust garnieren. Guten Hunger!!!

Brotzeit #schnittchensindliebe

Calzonebrot oder Hefeteig ist auch mal Fastfood

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Fertige gefüllte Pizzabrote. Circa 2 x Teig für 4 Personen rechnen.

Da waren sie wieder, ganz spontan und in voller Blüte in meinen Kopf – die Alltagsprobleme:

Heißhunger auf Lieblingsbrot, keine Zeit aber auch keine Lust auf Fastfood-to-go. Was tun? Es geht ja eigentlich nichts über ein selbst gebackenes, knuspriges Brot. Meine Oma Sofie sagte immer, „Kind, backen braucht Ruhe, Sorgfalt, Geduld und ganz viel Liebe!“. Ja Oma, dass habe ich mir immer zu Herzen genommen. Im Moment habe ich aber besonders viel Liebe im Herzen, aber dafür weniger die anderen Eigenschaften zu bieten.

Was muss her zur Fertigstellung des italienischen Calzone-Brotes. Jawoll ja – Pizzafertigteig. Ich weiß, ich weiß…zuviel Salz, zuwenig Hefe, kein gutes Mehl. Sonst bin ich ja auch ein gutes Mädchen und schlag den Teig, bis er windelweich ist und die Hefe sich pudelwohl mit den Mehlteilchen verbindet- bitte lasst heute die Ausnahme zu. Für Euer Verständnis gibts hier das Rezept:):

Melsbonheur: Calzonebrot

Calzonebrot: Die Füllung kann je nach Geschmack und Kühlschrankbestückung erfolgen: Auch wahlweise mit Antipasti aller Art wie Zucchini, Champignons, Paprika, Trüffelscheiben, Salami, Schinken und, und, und

2 x Fertigteig Blechpizza, 6 Eier, Parmesan, entkernte Oliven, getrocknete Tomaten, Büffelmozzarella, Käsereste, Basilikum, Salamistücke oder Schinken

Eier hart kochen lassen, Pizzafertigteig entrollen, Eier schälen und gleichmäßig in der Mitte als Reihe auslegen, alle weiteren Zutaten klein schneiden und mittig über die Eier streuen, Käse als Letztes darüber geben, einige Tropfen Olivenöl darüber, Teig in der Mitte zusammenführen und die Kanten gut verschließen. Bei ca. 180 Grad ca. 25 Minuten backen lassen oder so lange, bis der Teig goldgelb gebacken ist.

Dazu empfehle ich des Potts weltbeste http://pottcurry.de-Soße oder Tomatenpesto als Dip. Guten Hunger!!!!!

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Pott.Curry-Soße!!! Weltbeste Kombination gereicht zB. zum Rudelgucken, Picknicken, beim Feiern oder einfach mal so zum gemütlichen Glas Rotwein.