Amsterdam oder Vorsicht, mal ein Reiseblog!

Hier ein etwas ausführlicher Bericht über meinen Amsterdam-Aufenthalt. Ich bin im Nachhinein oft auf meine Instagram-Bilder angesprochen worden, die wohl auf besondere Art rübergebracht haben, wieviel Spaß ich hatte.

Es gab einen 40. Geburtstag im Freundeskreis. Einen besonderen 40. Und vier Frauen, die nicht unterschiedlicher sein können. Alle mit Geschichten, die nicht unterschiedlicher sein können. Und eine davon hatte einen Wunsch, für einige Tage in dieser Konstellation zu verreisen. Es ging mit dem Reisebus nach Amsterdam, schlussendlich aus dem Grund, dass ein Tagesticket in der Amsterdamer Tiefgarage soviel gekostet hätte, wie unsere komplette Fahrt nach Amsterdam und zurück.

Entgegen aller Gerüchte war unsere Fahrt mit dem FlixBus bequem und unkompliziert und mit 3 Stunden 25 Minuten die kürzeste Anfahrt, die ich je hatte. Vielleicht lag es auch an unserem Busfahrer „Alfred“, der uns die Wartezeit verkürzte, weil er mit seinen 65 Jahren einige witzige Geschichten als Fernfahrer auf Lager hatte.

Angekommen in Amsterdam hat mich die unglaubliche Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Niederländer umgehauen. Wir brauchten eine öffentliche Verbindung, die uns zu unserem Hotel brachte und die war aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten (Bus, Tram, Zug, Taxi) nicht so einfach zu finden. Ob Shoppersonal oder Reisende, jeder war sofort offen, uns weiterzuhelfen.

Dann war nach 25 Minuten das Hotel erreicht. Nun, ich gebe hier keine Empfehlung ab, denn: Das Hotel wurde umgebaut (null Infos dazu im Internet), die Bilder von den Zimmern, der Lobby, der Terrasse und des Frühstücksraums wurden nicht vor Ort aufgenommen. Was uns erwartete, war eine Riesenbaustelle, ein Zimmer ohne Ablagemöglichkeit, Kleiderbügel oder Handtücher, aber es war zumindest sauber. Die Rezeption war zumindest so peinlich berührt, das Problem sofort zu mindern: Es gab für uns Frühstück gratis, eine Kaffeeflat der Cimbali-Maschine und Vergünstigungen beim Fahrradverleih. Das Kleiderbügel und Handtuchproblem war schnell gelöst und wir hatten eh nicht vor, unter die Hoteltester zu gehen.

Wir haben uns Räder gemietet, denn hat man sich einmal der Fahrweise auf Amsterdams Straßen angepasst, gibt es kein flexibleres Fahrzeug. Es sei denn, man hat ein Elektrokart. Mit Leihrädern sollte man tunlichst an gekennzeichneten  Fahrradständern parken und dann absteigen, wenn man kein anderer Fahrradfahrer fährt. Die Leih“Fiets“ werden gerne geklaut und Touris von der Radpolizei angehalten. Fahrradwege sind super ausgebaut, allerdings ist nicht immer klar, wo man fahren darf und wo nicht.

Die Lage des Hotels war wiederum unbezahlbar: Direkt gegenüber lag der Sarphatipark. Genutzt von Studenten, Sportlern, Familien und Angestellten in der Mittagspause. Mit der Decke und dem Flatratekaffee ging es mit dem Frühstück direkt raus aus dem Baustellengetöse, hinein in die grüne Oase mit Anbindung. Ganz schnell war man mittendrin im Getümmel, lieh sich das Taschenmesser von der Nachbarsdecke oder den Korkenzieher am Abend. Wir waren kaum zum Essen in diversen Restaurants, die Amsterdam zu bieten hat. Die Stimmung bei 30 Grad, Wassergeplätscher, Chill-Out-Musik und netten Leuten im Park war einfach netter. Sonst um die Ecke alles andere, was man so braucht: Weinbars, Drogeriemärkte, gemütliche kleine Restaurants, Tramstationen, witzige Pop-Up-Stores und Boutiquen.

Im Vorfeld hatten wir eine Grachtenfahrt online gebucht. Die empfehle ich zur Golden-Hour, zum Sonnenuntergang zu machen. Das Licht auf dem Wasser und die gedeckten Tische der Anwohner an den Grachten sind einfach wunderschön. Zudem hatte wir die Fahrt mit Cocktail gebucht, also der Rosé schmeckte super und zu viert lohnt sich die Bestellung einer Flasche als Nachtisch allemal.

Im Anschluss gab es Fritjes und Frikandel und den angesagtesten Kulturclub der Stadt, das Paradiso. Als ob man es geahnt hätte, gab es für uns Vier an diesem Abend lateinamerikanische Musik und buntes Publikum. Das Paradiso war eine Kirche im 18. Jahrhundert und neben Nirvana, den Stones und den Red Hot Chili Peppers spielt zB. aktuell Beth Ditto im Oktober.

Mal so am Rande: Natürlich gibt es immer noch Coffee-Shops in Amsterdam und natürlich weht einem immer noch der Kräuterduft unter der Nase, wenn man daran vorbei fährt. Aber zB. im Paradiso wurde man strengstens kontrolliert, so dass man nicht passiv mitrauchen musste. Und alles andere kann man nach Lust und Laune einfach vermeiden.

Zwei Seitenstraßen von unserem Hotel war jeden Tag bis 17 Uhr der Albert Cuyp Markt geöffnet. Blumen- und Fischstände, dazwischen Second-Hand-Geschäfte, Cafés, Interieur und frische Säfte. Polnisches Porzellan, Küchenschnick-Schnack, Schmuck und Bettdecken im Angebot, kurzum bei schönem Wetter sicherlich ein gutes Ziel. Der Bloemenmarkt im Stadtzentrum ist eher typisches Touriziel und hat mich nicht wirklich gekriegt.

Absolutes Highlight war ein Tag am Konservatorium von Amsterdam, in der Nähe vom Hauptbahnhof. Bei traumhaften Wetter haben wir die Dachterrasse des NEMO Science Centers aufgesucht. Die Architektur in Amsterdam wird nicht langweilig. Neben den alten Grachtenhäusern baut sich das Nemo wie ein riesiges Schiff im Hafen auf. Die Dachterasse ist stufenförmig angelegt, so dass man hier einen weitreichenden Ausblick hat. Mit Kindern ein tolles Ziel, um sich von den Anstrengungen einer Stadt zu erholen und auch bei schlechtem Wetter gibt es viel zu entdecken. Wir, wir konnten einfach die Seele baumeln lassen und den Ausblick auf das Wasser genießen.

Meine Lieblingskaffeebar in Amsterdam ist ab jetzt das Coffee&Coconuts. Hier kann man relaxed einfach arbeiten, lesen, eine Kleinigkeit essen oder die Einrichtung bewundern, die mich umgehauen hat. Junge Designer und Künstler stellen regelmäßig aus, witzige Details gibt es überall zu entdecken und das Essen ist grandios cross-over. Mal abgesehen davon, dass man das Personal abends im Paradiso wieder trifft. 

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Coffee&Coconut

Wir haben uns überwiegend selbst versorgt, was sich einfach so ergeben hat. Einen Supermarkt zu finden ist allerdings nicht leicht, denn die sind von außen schlecht erkennbar. Bei uns würde man hinter zwei zugeklebten Schaufenstern keinen großen REAL-Markt vermuten sondern eher einen kleinen Handyladen. Auch hier gilt: fragen. Die nettesten Leute haben wir auf der Straße, in den Cafés, in der Tram, an der Rezeption, im Park, auf dem Markt, im Boot und an Land getroffen. Also überall.

Und würde man mich heute fragen: „Kommst du mit nach Amsterdam?“, würde ich dafür alles stehen und liegen lassen. Amsterdam, ich komme bald wieder. Bis dahin: „Bye vor nu!“.

 

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Schietwetter oder Nudelsuppe

Letztens bei einer Familienfeier: Ein großes „Hallo“, weil man sich ewig nicht gesehen hat. Ein großes Wundern, dass die Kinder bereits so groß geworden sind und man selber wieder älter. Ein liebevoll gemeinter Schulterrempler erreichte mich in der Abschiedsszene. „Nudelsuppe!“, rief es mit männlicher Stimme.

Nun, wir hatten gerade ausreichend gegessen, in einem Restaurant, in einem sehr guten Restaurant und weitaus spannendere Gerichte als Nudelsuppe. Kurzes Wundern meinerseits. Es stellte sich heraus, dass der Mann meiner Cousine mütterlicherseits in den weiten Bahnen des www meinen Blog entdeckt hat. Und nur just auf die Frage geantwortet hat, was in meiner Sammlung fehlte. Bis heute.

Suppe mit Gemüseeinlage und ich, das sind noch nicht so lange beste Freunde. Es gab Zeiten, da mußte ich ziemlich lange am Essentisch mit einem Teller vor mir sitzen. Ich will jetzt nicht die Erziehungsmethoden meiner Familie offenbaren, nur so viel dazu: An Suppentagen habe ich mit meinem Mittagsessen hart gekämpft.

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Zeiten ändern sich zum Glück und damit auch die Geschmäcker. Irgendwie mochte ich den Geschmack von süßlicher, gekochter Möhre mit Lauch nicht. Irgendwann entdeckte ich, dass pürierte Suppen gar nicht so schlecht schmecken. Und irgendwo kochte ich dann meine erste eigene Suppe.

Ein Tag wie dieser schreit geradezu Nudelsuppe in Bindfäden vom Himmel. Ich bin gespannt, ob es in diesem Jahr noch so etwas wie Frühling geben wird. Es regnet seit zwei Tagen ununterbrochen und ich brauche etwas, was die Seele wärmt und nicht so auf die Hüfte schlägt, wie eine Tafel Schokolade, die jetzt dringend nötig wäre.

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Also gibt es jetzt hier mein Hausrezept für

Buchstabensuppe (2 Personen)

1 große Gemüsezwiebel

2 Karotten

1 Stück Knollensellerie

1 Stange Porree

1 Lauchzwiebel

Salz, Pfeffer

2 Lorbeerblätter

Petersilie, Schnittlauch

50 gr. kleine Nudeln (bei mir Buchstabennudeln)

1 Liter Wasser

etwas Rotwein

Olivenöl

In einem hohen Topf etwas Olivenöl erhitzen. Die Zwiebel und der Mitte durchschneiden und mit Schale auf die Schnittfläche in den Topf geben. Gut braun werden lassen und mit dem Schluck Weiss- oder Rotwein ablöschen. Kleingehackte Möhren hinzugeben und anschwitzen lassen. Mit dem Wasser ablöschen. Nun geschnittenen Porree, Lauch und Sellerie hinzugeben mit Salz und Pfeffer würzen. Lorbeerblätter dazugeben, kräftig aufkochen lassen und etwas einreduzieren.

Ich koche die Nudeln immer mit, auch wenn dadurch etwas mehr Stärke in die Brühe kommt. Also Nudeln kurz vor knapp hinzugeben (meine brauchten 7 Minuten).

Nochmals abschmecken. Kräuter hinzugeben und genießen.

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Ich freue mich schon auf Anregungen zum nächsten Geburtstag. 🙂

Kaffee oder meine tägliche Liebeserklärung

Heute bin ich in einem Gespräch gefragt worden, ob der mir angebotene und servierte Kaffee denn schmecken würde. Mal abgesehen davon, dass ich mich in einer Art Verkaufssituation befand, in der man immer zwischen Ehrlichkeit, Höflichkeit und Nutzen abwägt, konnte ich die Frage nicht eindeutig beantworten.

Denn wann schmeckt ein Kaffee sehr gut?

Jetzt zu Hause mit ein bisschen Abstand fällt mir die Beantwortung schon leichter: Es war der richtige Kaffee zum richtigen Anlass. Es war ein „Coffee at work“, ein Kaffee der sich dezent zurückhält, mit der richtigen Temperatur, um sich nicht peinlicherweise die Schnute zu verbrennen, aber trotzdem die Hände wärmen zu können. Mit dem richtigen Aroma, um den feinen Geschmack von Entspannung zu spüren, ohne dabei den Kaffee süßen zu müssen. Es war halt ein ehrenhafter, anständiger Begleiter zu einem angeregten, spannenden Gespräch, das vielleicht neue Perspektiven eröffnet hat.

Ich liebe Kaffee über alles und wenn ich mir einen Arbeitstag in meiner Agentur vor Augen führe, muss er immer anders zubereitet sein und anders schmecken. Da gibt es zum Beispiel den ersten Kaffee am Tag. Stark, kurz, kross, mehr Kaffee als Milch, aber bitte milder als ein Espresso macchiato. Einer, dessen Duft mich allein schon dazu bewegt, aufzustehen.

Dann gibt es den zweiten Kaffee am Vormittag, den nach der Tageszeitung, der Dusche und dem Kleiderschrankdebakel des Tages. Die Belohnung dafür, dass man den wichtigsten Akt des Tages komplett geschafft hat und bereit ist, die eigenen vier Wände zu verlassen, um sich der Öffentlichkeit zu zeigen. Das ist der, der schon etwas mehr Milch vertragen kann, denn darf gerne in Begleitung mit einem Minifrühstück auf dem Esstisch landen.

Zum Schluss kommt der Kaffee nach dem Mittagessen, gerne ohne Milchhaube, wenn er das Zeug dazu hat, genug Pep, um solo zu schmecken. Aber das geht nur, wenn das Mittagessen es wert ist, mit einem krönenden schwarzen Getränk abgeschlossen zu werden.

Sonst, ja sonst kommt halt der Schreibtischkaffee an die Reihe. Der typische im Lieblingspott, der nicht so schnell auf die Tastatur kippen kann. Ein milder Kaffee mit einem Schuss Vollmilch, um den Genuss etwas zu strecken. Man sitzt ja wieder etwas länger…

Wenn man das alles länger ausführt, kommt man auch schnell zur Erkenntnis, dass es auch unterschiedliche Kaffeetypengenießer gibt.

  1. Den Junkie: Ohne Kaffee geht nichts und das bezieht sich auf den ganzen Tag. Er hat die Kaffeeflatrate, den Strohhalm zum Vollautomaten und den Drive-In-Schalter im Auto. Kaffee wird immer getrunken bis spät in den Abend in allen Aggregatzuständen. Die Kaffee-Junkies haben meist Superhirne und arbeiten nachts, weil sie auch tagsüber nicht schlafen können oder anders herum. Immer nervös, weißhäutig und zu schlau für den normalen Alltag.
  2. Den Professor: Er hat 20 Jahre auf „Master of Coffee“ studiert und kennt jede Kaffeebohne von allen Seiten. „Kopi Luwak“, der Exkremente-Kaffee, der erst durch die Reise in den Darmtrakt einer Katze zum edelsten Kaffee wird, ist für ihn die Anfänger-Bohne. Meist erntet er die Bohnen selbst.
  3. Den Gleichgültigen: Er trinkt Kaffee am liebsten, wenn dieser 24 Stunden neben dem geöffneten Pizzakarton und dem Aschenbecher stand. Hauptsache, es befindet sich keine Fliege im Becher und das Koffein bekämpft noch den Kater.
  4. Die Nachbarin: Sie brüht den Kaffee von Hand auf, seit Jahren um die gleiche Uhrzeit. (Übrigens mein Favorit neben dem ersten Kaffee des Tages!). Er schmeckt immer köstlich, denn er wird immer mit Liebe und Muße zubereitet.
  5. Die Freundin: Bei ihr kann der Kaffee auch mal schnell zum Proseccho werden, denn meistens trifft man sich am Nachmittag, wenn man schon Kaffee Nr.1, 2 und 3 intus hat. Und eine „Kaffeelänge“ dauert dann gerne auch mal ein paar Stunden.
  6. Den Hipster: Will ich nicht ausführen, sag nur Lactose-intolerant, koffeinfrei und von 6fach geschleuderten Unverpackt-Biobohnen, Herkunft egal, teuer muss er sein und W-Lan muss er haben.
  7. Den Italiener: Kaffee regiert seine Welt, er ist das Siegel unter dem Kaufvertrag, die Blutsbrüderschaft, Weltanschauung und Ehefrau.
  8. Den Engländer: Feinstes Geschirr, vorgewärmte Tässchen, spitze Finger, krause Nase  und trinkt Kaffee am liebsten mit Teegeschmack.
  9. Den Zerstreuten: Trinkt seinen Kaffee niemals aus und wenn er ihn trinkt, ist er bereits kalt. Hat meistens 10 Tassen gefüllte überall verteilt, damit er unterwegs nicht verdurstet.
  10. Die Meline: Trinkt Kaffee, um wach zu werden, um gute Gespräche zu führen, um Verweilen zu können und um das leckerste Heißgetränk zu feiern, dass man aus der Kaffeebohne gewinnen kann. Und ist bestimmt ab und an für einige für euch Kaffeetyp 1-10.

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Darauf jetzt einen Tee, bitte.

Alle Bilder stammen von meinem instagram-Account!

Der Geschmack von Sommer oder Hummus leicht gemacht!

Deutschland hat heute vielerorts den ersten Schnee gemeldet und ich, ich habe darauf (noch) keine Lust. Eher bin ich ein Sommerkind und benötige mindestens 20 Grad Betriebstemperatur.

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Also gut, ich habe wieder mehr Kerzen als sonst aufgestellt und das Eisfach beinhaltet nicht mehr so viele Eiswürfel wie vorher. Der Wasserkocher hat seinen festen Platz wieder auf der Küchenanrichte und Zitrone reiht sich neben Ingwer für einen heißen Tee ein.

Neben den Eintöpfen, den rustikalen Gerichten, die lange schmoren und dabei einen wunderbaren Geruch in der Wohnung hinterlassen, koche ich mich aber sehr, sehr gerne wieder in den Sommer zurück. Am liebsten ganz weit weg, um möglichst keinen imaginären Hagelschauer auf Ibiza abzubekommen.

Heute geht es in den Orient – nach Ägypten, in den Iran oder nach Saudi-Arabien. Daher kommt der Ursprung von Hummus, dem Kichererbsenbrei. Ich liebe diese sämige, sehr mächtige Creme, die mit kleingehacktem Petersiliensalat (Tabouleh) eine sehr leckere Mahlzeit ergibt.

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Hummus 

1 großes Glas Kichererbsen
3/4 Tasse Sesampaste (Tahin)
Saft einer Zitrone
60 ml Olivenöl

1 Bund glatte Petersilie                                                                                                                                evtl. 1  Knoblauchzehe, gepresst

2 EL Wasser

1/2 EL Salz
Paprikapulver, edelsüß
Kreuzkümmel                                                                                                          Olivenöl

Kichererbsen über einem Sieb abspülen und abtropfen lassen. In einer Schüssel das Tahin, den Zitronensaft, Öl, evtl. Knoblauch, 2 EL Wasser und Salz in die Küchenmaschine geben und laufen lassen, bis ein glattes Püree entstanden ist. Den halben Bund gewaschene und von holzigen Stielen beseitige Petersilie hinzugeben und nochmals pürieren.
Die Paste in einer Schüssel anrichten und in einer Vertiefung in der Mitte etwas Olivenöl geben. Mit Paprika und etwas glatter Petersilie bestreuen als Dip oder Aufstrich servieren. Dazu wird ganz dünnes arabisches Brot gereicht.
Die Paste hält sich ein paar Tage abgedeckt im Kühlschrank.

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Tabouleh (Petersiliensalat)

90 g Bulgur
2 große Tomate(n)
1 Bund Frühlingszwiebel(n)
1 Bund Petersilie
2 Zitrone(n)
5 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
Zucker, je nach Geschmack
Frische Minze und Koriander
Zitronenessig

Zitronen auspressen. Bulgur in etwa 0,5 Liter lauwarmem, gesalzenen Wasser ca. 10 Minuten einweichen und dann mit der Hand ausdrücken, so dass er relativ trocken ist. Tomaten, Frühlingszwiebeln und Petersilie, etwas Minze und Koriander fein schneiden. Alles mit Öl, Zitronensaft, etwas Essig, Salz und Pfeffer (Zucker) vermischen. 15 Minuten ziehen lassen.

 

Eignet sich hervorragend für die Bewirtung von Büromeetings über Mittag. Erfahrungsgemäß. Bei Schneegraupel und trockenen Themen. Das weiß ich. Bestimmt

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Detox-Baby oder Gesalzene Mandeln mit Vollmilch-Schokolade

Wenn man mal die Frauenzeitschriften von heute durchsieht, fragt man sich echt, wo soll noch langgehen. Ja, ich lese Illustrierte. Genauso, wie Fachliteratur und Krimis. Ich stehe dazu. Wenn man das jetzt knapp 20 Jahre gemacht hat, kennt man das Thema der nächsten Ausgabe schon, bevor man am Kiosk ist. Nach dem Weihnachtsbraten kommt die Ausgabe mit dem Header „Gute Vorsätze durchhalten!“, „Fasten mit Schrot“ oder „Abnehmen mit Hypnose“, im hinteren Teil schlägt man die ersten Bogen zur Frühjahresdeko. Zwischendurch etwas Typenberatung, die neuesten Make-Up-Trends und dann noch etwas BLABLA. Fertig sind 2,95 €-Ausgaben mit allen weiblichen Träumen.

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Da sitzt nun Frau Ottonormalverbraucher Ebbinghaus und lässt sich mit den neuesten Ernährungsmaschen berieseln. Vegan ist in und hip, aber bitte aus Überzeugung. „Clean eating“ muss sein, man weiß ja nie, welche Umweltbelastungen in handelsüblichem Weizenmehl stecken. Und ganz wichtig, DETOX. Den Körper entgiften. Den Stoffwechsel ankurbeln, den Vitaminhaushalt und den Verdauungstrakt in Gang halten.

Da klingelt es beim nächsten Einkauf und die nächste Hyaloroncreme mit Antioxidantien wandert mit Chiasamen  und Sojahack in den Korb. Ich bin ein Werbeopfer! Ich gebe es zu.

Und eigentlich weiß man es alles ja. Eigentlich weiß man, dass man regelmäßig Wasser trinken soll, 5 Stück Obst/Gemüse am Tag, viel schlafen, wenig Alkohol und alles in Maßen. Verdammt, dass ist aber so schwierig.

Daher gebe ich euch jetzt mein Hausrezept. Mein persönliches Hausrezept gegen Trübsal, Selbstzweifel, Herbstblues und was ihr sonst noch so an miesen Tageseinflüssen habt, die euch leiser lachen lassen. Das beste Detoxrezept mit Entschleunigungspotential.

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Gesalzene Mandeln in Vollmilchschokolade

Dazu nehmt

200 gr. geschälte Mandeln (macht euch die Mühe und knackt sie selber)

200 gr. beste Vollmilch-Kuvertüre

1/1/2 TL mittelgrobes Meersalz

Die Mandeln kurz in einer Pfanne erwärmen, nicht anrösten. Auf einem Teller das Meersalz ausbreiten und die Mandeln darin wälzen. Die Kuvertüre über einem Wasserbad schmelzen lassen. Die Schale vom Wasser nehmen und die Mandeln hinzugeben. Vorsichtig unterheben und portionsweise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Auskühlen lassen.

Dazu eine Tasse DETOX-Tee und ein tiefsinniges Gespräch über das Glück im Alltag.

Lasst es euch gutgehen.

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Rosmarin-Grissini oder die spanische Romanze

Ich finde, jede Frau sollte mindestens eine Freundin haben, mit der sie auf Kommando lachen kann. Lachen ist das Wichtigste überhaupt im Leben, denn das Leben hält genug ernste Themen parat.

Mit dieser Freundin verabrede ich mich meistens spontan, denn von langer Zeit planen ist in unserem Leben als berufstätige Mutter irgendwie nicht möglich. Diese Verabredungen gipfeln meistens in einem pubertierenden Lachflash, der sich mitunter nicht von den Gibbelanfällen unserer Töchter unterscheidet. Jetzt bitte nicht nach Witzen fragen oder Erlebnissen. Nein, wir quatschen über den Alltag, über unsere Mitmenschen und unsere Familien und da gibt es so viele Dinge, die einfach lustig sind.

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Wenn wir uns gegenseitig besuchen, haben wir meist komisches Gepäck. Studentenfutter, Smoothies, komisches Low-Carb-Gedöns, dass dann proforma auf den Tisch gestellt wird. Zum Essen kommen wir dann vor lauter Erzählerei selten.

Manchmal wird aus einer spontanen Kaffeeverabredung auch ein umgeräumtes Wohnzimmer oder ein renoviertes Kinderzimmer. Frauen-Power halt.

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Manchmal gibt es statt Smoothie auch einen Schluck Weiss- oder Rotwein. Und weil wir dann einen klaren Kopf  behalten müssen und meist über den Tag nie richtig gegessen haben. Gibt es eine Kleinigkeit dazu.mels_grs6

Ich habe hier das Rezept für Rosmarin-Grissini. Sie schmecken leicht würzig und lassen sich im Moment mit frischem Garten-Rosmarin vorbereiten. Dazu wird folgendes gebraucht:

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Rosmarin-Grissini

500 g Weizenmehl Type 405
1 Pck. Trockenhefe
275 ml Wasser
2 TL Salz
3 EL Olivenöl
Meersalz, grobes
Rosmarinzweige
Mehl, Trockenhefe, Wasser, Salz und Olivenöl in eine Schüssel geben und verkneten. Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und ca. 10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Mit einem Küchenhandtuch bedeckt 10 Minuten ruhen lassen, dann nochmals durchkneten.
Den Teig zu einem Rechteck mit circa 1 cm Dicke ausrollen, bedeckt wiederum 10 Minuten ruhen lassen.
Den Teig quer in der Mitte in 2 gleichgroße Teile schneiden. Nun die Teigstreifen in 1 cm breite Streifen schneiden . Die einzelnen Streifen auf ein Backblech legen, mit Öl bestreichen und mit Salz bestreuen. Nun die Rosmarinzweige einzeln mit Teigstreifen umwickeln und auf das Backblech legen.
Im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten bei 200 °C backen, danach auf einem Drahtrost auskühlen lassen.
Sie können, trocken und kühl gelagert, auch am nächsten Tag serviert werden und natürlich auch mit dem handelsüblichen Fertig-Pizzateig gebacken werden. Spontan heißt manchmal ja auch sehr spontan.

 

Ich freu mich schon auf das nächste Mal, wenn ich mit meiner Gitarre unter dem Arm, den Grissini im Trockentuch und einem Lächeln im Gesicht mich auf den Weg zu einem schönen Abend machen darf. Inclusive Saiten-Zupfen und Fortschritten bei dem Mammutvorhaben, die Spanische Romanze auswendig spielen zu können.

 

 

 

 

Aprikosen-Koriander-Chutney oder das Reisen der Anderen

Besonders schön ist es, wenn man den Reiseberichten anderer zuhören kann. Jeder reist anders, nimmt Eindrücke komplett anders auf. Bemerkt Gerüche anders, nimmt andere Geschmäcker mit.

So geschehen am letzten Wochenende. Auf dem Geburtstag einer sehr lieben Weggefährtin durften wir alle von den Köstlichkeiten der letzten Reisen probieren.

Unter anderem hat sie das Rezept für ein Aprikosen-Koriander-Chutney aus Frankreich mitgebracht. Und da Koriander nicht typisch für Frankreich ist, hat das Rezept ein holländisches Paar dort etabliert, die eine Auberge in Frankreich leiten.

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Gereicht mit würzigem Weichkäse und ein paar Kräckern, wäre das nur allein schon ein Festmahl für mich gewesen. Dazu gab es aber noch karamellisierte Tomaten, Couscous-Salat, leckere Dips und Wraps. Ein feines Buffet mit einem Dessert aus griechischem Joghurt, Honig und Walnüssen. Sehr lecker und Cross-Over. Lieben Dank, liebe Susi

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Meinen Liebling habe ich gleich als Rezept mitgebracht. Für das Chutney braucht man:

  • 1 Glas etwas festere Aprikosenmarmelade
  • 1 dickes Bund Koriander
  • 1 Bio-Zitrone oder 1 Limette (Zesten und Saft)
  • Walnüsse; Cashewkerne oder Mandeln zerstossen

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Zuerst die Limette/Zitrone heiss abwaschen, Zesten mit einem Schneider lösen oder vorsichtig mit einer Reibe abreiben, Saft auspressen.

Den Koriander gut abspülen und die Blätter abzupfen, einen Teil davon etwas hacken. Nun den Saft der Limite/Zitrone, die Zesten, die Marmelade, die Nüsse und den Koriander in ein verschließbares Gefäß geben und umrühren. Über Nacht stehen lassen und am nächsten Tag zu gerilltem Lammfleisch oder einer Käseauswahl servieren.

Gehört ab jetzt auf jede meiner Käseplatten dazu.

Guten Appetit!

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American memories oder der SoHo-Nusskuchen

Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich am Freitag ein tolles Gespräch über Amerika geführt habe. Wahrscheinlich liegt es daran, dass im Moment die Ernährung wieder Mode geworden ist. Wahrscheinlich liegt es an meinem Fernweh, was durch das hiesige Wetter nur verschlimmert wird. Wahrscheinlich liegt es aber auch an den schönen Erinnerungen, die mich mit NEW YORK in Verbindung bringe.

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Wenn die ältere Freundin für längere Zeit in die amerikanische Stadt der Tellerwäscherträume fährt, um da die ersten Erfahrungen mit Kindern anderer Familien zu machen, muss man erst mal schlucken. Sich wundern, über den Mut, sich in jungen Jahren so weit weg von der Familie zu entfernen und zu wissen, dass so schnell keiner da ist, der einen mal eben von der Bushaltestelle abholen kann, wenn man den letzten Bus verpasst hat.

Dann kommt natürlich auch ein bißchen Wehmut auf, weil man sich so lange trennen muß. Skype, WhatsApp und Facebook waren damals noch nicht en vogue. Man musste Telefonate noch ankündigen lassen, wenn der andere die Kosten übernahm, konnte man ganz kurz „Hallo“ sagen.

Und dann kommen die Ideen: die Ideen mit daheim bleibenden Freundinnen, denen es genauso geht. Warum nicht mal eben die Freundin dort besuchen? Schluck, weil kaum Geld, erst 17 und noch nicht die Eltern gefragt.

Aus einer Idee wird Realität. Geld wird gespart, in einer Druckerei mit harter Fließbandarbeit verdient. Die Mutter unruhig, aber etwas beruhigt, weil die Freundin älter ist und selber Schülerin einer eigenen Sportklasse war. Man kennt sich.

Visum eingeholt, eine kleine Tasche gepackt und in einen größeren Koffer verstaut und auf den 11 Stunden-Flug mit Ice-Cream begeben. Herje.

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Angekommen mit Jet-Leg, ernster Einreisebefragung durch den „netten“ Beamten auf amerikanischen Boden. Ein Yellow Cab Richtung Long Island besetzt. Angekommen an einem kleinen American Holzhaus, einem B&B von einem älteren Herrn betrieben.

Bettwäsche und Handtücher in einem Zustand angetroffen, naja, das war kurz am Wasser vorbeigelaufen. Aber es gab weltbestes Frühstück mit Pancakes, Honigmelone, Sandwiches und Kuchen….

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Kuchen, jaaa. Die richten Coffey-Bars habe ich vor 24 Jahren in New York kennen gelernt. Dort, wo man schon Karotten oder Bananen mitgebacken hat, wo Schokolade noch und nachher verwendet worden ist. Nüsse ohne Ende Bestandteil waren und die Kuchen, sweet, fluffy und unendlich gut nach Freiheit, Abenteuer und Lebenslust schmeckten.

Das Rezept hier kommt dem Geschmack sehr nahe.

American White Chocolate Nut (SoHo-Nusskuchen)

Zutaten für eine Königskuchenform:
250 g  Butter
180 g Zucker
4 Eier
250 g Mehl
200 g Mandeln, gem.
50 g Mandelstifte
50 g weiße Schokolade grob gehackt
1/2 Tüte Backpulver
1 TL Zimt
1 Pck. Kuvertüre, weiße Vollmilch

Zubereitung:
Butter, Zucker und die Eier schaumig schlagen. Dann das gesiebte Mehl, Backpulver, weiße Schokolade, den Zimt und die Nüsse dazugeben. Königsform mit Fett ausreiben und den Teig hineinfüllen. Ofen auf 165 Grad vorheizen und auf der mittleren Schiene ca 55 Minuten backen. Die Kuvertüre auflösen, in einen Gefrierbeutel füllen, Miniecke abschneiden und den abgekühlten Kuchen damit begießen.

Vielleicht bald mal wieder die Erinnerungen auffrischen? Dafür muss ich aber erst wieder einen Job in der Druckerei annehmen…

 

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Schöner Schokoladenhimmel oder death by chocolate

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Kennt ihr die Suche nach DEM einen Rezept, dass es dann schlussendlich sein soll. Nie wieder auf die Suche gehen, nie wieder etwas Ausprobieren müssen, um dann doch zu merken es geht noch besser?

Hurra, ich bin angekommen. Angekommen im Schokoladenhimmel. Mehr durch Zufall entdeckt, aber dann ausprobiert.

Ich war schon lange auf der Suche nach einem Rezept, welches ich zuletzt bei diesem Franchise-Italiener der Systemkategorie probiert hatte. Ein Schokoladenkuchen, der nicht trocken, fast wie ein zu harter Pudding schmeckt. Außen nicht zu trocken, sehr saftig, fast cremig.

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Letztens ergab sich eine Möglichkeit, das Ganze mal nach zu backen. Minime ist der beste Schokoladenkuchentester (sie hat eine Eiweißallergie, die es ihr nicht erlaubt, Schokokuchen mit flüssigem Kern zu essen) und hat sehr schnell den letzten Schokoladenhasen geopfert, der auch nicht mehr als Dekoration taugte oder länger im Schrank aufbewahrt werden sollte.

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Schokoladentorte „Death by chocolate“

Zutaten:
3 Eier
175g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
225g dunkle Schokolade
125g Butter
1 gehäufter EL Stärke (ca. 25g)
1 gehäufter EL Backkakaopulver (ca. 25g)
100ml starker Espresso
Zubereitung:
Eier und Zucker, Vanillezucker schön schaumig schlagen. Funktioniert mit einem Handrührgerät ebenso wie mit einem Schneebesen.
Die Schokolade grob hacken. Schokolade und Butter in einer Schüssel über einem Wasserbad vorsichtig schmelzen. Die Butter-Schokoladenmischung gut verrühren und langsam unter die Eimasse rühren.
Den Kaffee dazugeben und gut vermengen.
Kakaopulver und Stärke unterheben.
Die Form fetten und bemehlen oder mit Backpapier auslegen (der Teig bleibt allerdings feucht und könnte so als fertig gebackener Kuchen am Papier kleben bleiben). Den Teig einfüllen und bei 180°C ca. 35 Minuten lang backen. In der Form auskühlen lassen.
den Kuchen leicht gekühlt aufbewahren. So behält er die cremige Konsistenz.

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Vorsichtig muss man dazu sagen, dass der Genuss von einem Stückchen schon als volle Mahlzeit zu werten ist. Oftmals braucht man danach auch gar nicht mehr. Also, langsam genießen und schwelgen.

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Taboulé oder die schönsten Blumen liegen vor der Tür!

Gerne würde ich manchmal schneller DANKE sagen. Die Lieblingsmenschen wohnen ja fast nebenan. Da ich aber weiß, dass sie auch gerne lesen, was ich schreibe, mache ich das halt jetzt mal hier.

Meine Eltern wohnen fast nebenan. Und manchmal, wenn man nicht damit rechnet, man sich lange nicht gesehen hat oder wenn der andere sagen will „hey, hab an dich gedacht!“, genau dann liegt ein kleiner Gruß vor der Haustür. Manchmal finde ich meine Lieblingsblumen vom lokalen Markt, ein paar Eier, geliehenes Geschirr, frisch gefüllt mit Frikadellen, Kekse, Obst und heute war es frisches Grün. Duftendes Grün. – Minze!

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Was macht man mit frischer Minze zuerst? Na klar, erst einmal kräftig die Nase reinstecken und alle ätherischen Öle aufsaugen. Dann bitte kräftig abwaschen. Menschliche Wesen sind nicht die Einzigen, die diese saftigen Blätter gerne mögen. Auch die hundsgemeine Blattlaus fühlt sich wohl.

Die ersten Stängel wandern abgewaschen in ein hohes Glas, dazu etwas gepresste Orange, Orangenscheiben, Ingwer und Honig und dann mit heißem Wasser aufgießen und etwas ziehen lassen. Das Getränk genieße ich gerne bei der folgenden Schnibbelarbeit.

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Hochsommerliche Temperaturen herrschen ja immer noch nicht, aber mit dem frischen Grün musste ich meinen Lieblingssommersalat zubereiten.

 

Taboulé (Salat aus Weizengrieß und Gemüse)

  • 2 große Handvoll gehackte Petersilie
  • 1oo gr Couscous
  • etwas gezupfte Minze
  • etwas gehackter Koriander
  • 2 fein gehackte Tomaten
  • 1 fein gehackte kleine Zwiebel
  • Zitronensaft einer Biozitrone
  • Essig
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

120 ml Wasser aufkochen lassen und den Couscous in einer Schale mit dem Zitronensaft übergießen. Etwas Salz dazu geben und ziehen lassen. Der Couscous ist soweit, wenn die gesamte Flüssigkeit aufgesogen wurde. Nun die gehackten Zutaten dazu, mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Nach Belieben noch etwas Zitrone dazu und kurz vor dem Servieren mit einem Spritzer Olivenöl abrunden.

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Dazu kann man den Pfefferminztee solo reichen, ohne Orange und so weiter. Schmeckt herrlich erfrischend.

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Ich lese gerade, Deutschland erwartet einen neuen Wintereinbruch. Aprilwetter pur. Zeit, sich in die Sonne Marokkos zu träumen. Lasst es euch schmecken.

Guten Appetit!Melsbonheur_taboule5