Aprikosen-Koriander-Chutney oder das Reisen der Anderen

Besonders schön ist es, wenn man den Reiseberichten anderer zuhören kann. Jeder reist anders, nimmt Eindrücke komplett anders auf. Bemerkt Gerüche anders, nimmt andere Geschmäcker mit.

So geschehen am letzten Wochenende. Auf dem Geburtstag einer sehr lieben Weggefährtin durften wir alle von den Köstlichkeiten der letzten Reisen probieren.

Unter anderem hat sie das Rezept für ein Aprikosen-Koriander-Chutney aus Frankreich mitgebracht. Und da Koriander nicht typisch für Frankreich ist, hat das Rezept ein holländisches Paar dort etabliert, die eine Auberge in Frankreich leiten.

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Gereicht mit würzigem Weichkäse und ein paar Kräckern, wäre das nur allein schon ein Festmahl für mich gewesen. Dazu gab es aber noch karamellisierte Tomaten, Couscous-Salat, leckere Dips und Wraps. Ein feines Buffet mit einem Dessert aus griechischem Joghurt, Honig und Walnüssen. Sehr lecker und Cross-Over. Lieben Dank, liebe Susi

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Meinen Liebling habe ich gleich als Rezept mitgebracht. Für das Chutney braucht man:

  • 1 Glas etwas festere Aprikosenmarmelade
  • 1 dickes Bund Koriander
  • 1 Bio-Zitrone oder 1 Limette (Zesten und Saft)
  • Walnüsse; Cashewkerne oder Mandeln zerstossen

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Zuerst die Limette/Zitrone heiss abwaschen, Zesten mit einem Schneider lösen oder vorsichtig mit einer Reibe abreiben, Saft auspressen.

Den Koriander gut abspülen und die Blätter abzupfen, einen Teil davon etwas hacken. Nun den Saft der Limite/Zitrone, die Zesten, die Marmelade, die Nüsse und den Koriander in ein verschließbares Gefäß geben und umrühren. Über Nacht stehen lassen und am nächsten Tag zu gerilltem Lammfleisch oder einer Käseauswahl servieren.

Gehört ab jetzt auf jede meiner Käseplatten dazu.

Guten Appetit!

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American memories oder der SoHo-Nusskuchen

Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich am Freitag ein tolles Gespräch über Amerika geführt habe. Wahrscheinlich liegt es daran, dass im Moment die Ernährung wieder Mode geworden ist. Wahrscheinlich liegt es an meinem Fernweh, was durch das hiesige Wetter nur verschlimmert wird. Wahrscheinlich liegt es aber auch an den schönen Erinnerungen, die mich mit NEW YORK in Verbindung bringe.

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Wenn die ältere Freundin für längere Zeit in die amerikanische Stadt der Tellerwäscherträume fährt, um da die ersten Erfahrungen mit Kindern anderer Familien zu machen, muss man erst mal schlucken. Sich wundern, über den Mut, sich in jungen Jahren so weit weg von der Familie zu entfernen und zu wissen, dass so schnell keiner da ist, der einen mal eben von der Bushaltestelle abholen kann, wenn man den letzten Bus verpasst hat.

Dann kommt natürlich auch ein bißchen Wehmut auf, weil man sich so lange trennen muß. Skype, WhatsApp und Facebook waren damals noch nicht en vogue. Man musste Telefonate noch ankündigen lassen, wenn der andere die Kosten übernahm, konnte man ganz kurz „Hallo“ sagen.

Und dann kommen die Ideen: die Ideen mit daheim bleibenden Freundinnen, denen es genauso geht. Warum nicht mal eben die Freundin dort besuchen? Schluck, weil kaum Geld, erst 17 und noch nicht die Eltern gefragt.

Aus einer Idee wird Realität. Geld wird gespart, in einer Druckerei mit harter Fließbandarbeit verdient. Die Mutter unruhig, aber etwas beruhigt, weil die Freundin älter ist und selber Schülerin einer eigenen Sportklasse war. Man kennt sich.

Visum eingeholt, eine kleine Tasche gepackt und in einen größeren Koffer verstaut und auf den 11 Stunden-Flug mit Ice-Cream begeben. Herje.

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Angekommen mit Jet-Leg, ernster Einreisebefragung durch den „netten“ Beamten auf amerikanischen Boden. Ein Yellow Cab Richtung Long Island besetzt. Angekommen an einem kleinen American Holzhaus, einem B&B von einem älteren Herrn betrieben.

Bettwäsche und Handtücher in einem Zustand angetroffen, naja, das war kurz am Wasser vorbeigelaufen. Aber es gab weltbestes Frühstück mit Pancakes, Honigmelone, Sandwiches und Kuchen….

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Kuchen, jaaa. Die richten Coffey-Bars habe ich vor 24 Jahren in New York kennen gelernt. Dort, wo man schon Karotten oder Bananen mitgebacken hat, wo Schokolade noch und nachher verwendet worden ist. Nüsse ohne Ende Bestandteil waren und die Kuchen, sweet, fluffy und unendlich gut nach Freiheit, Abenteuer und Lebenslust schmeckten.

Das Rezept hier kommt dem Geschmack sehr nahe.

American White Chocolate Nut (SoHo-Nusskuchen)

Zutaten für eine Königskuchenform:
250 g  Butter
180 g Zucker
4 Eier
250 g Mehl
200 g Mandeln, gem.
50 g Mandelstifte
50 g weiße Schokolade grob gehackt
1/2 Tüte Backpulver
1 TL Zimt
1 Pck. Kuvertüre, weiße Vollmilch

Zubereitung:
Butter, Zucker und die Eier schaumig schlagen. Dann das gesiebte Mehl, Backpulver, weiße Schokolade, den Zimt und die Nüsse dazugeben. Königsform mit Fett ausreiben und den Teig hineinfüllen. Ofen auf 165 Grad vorheizen und auf der mittleren Schiene ca 55 Minuten backen. Die Kuvertüre auflösen, in einen Gefrierbeutel füllen, Miniecke abschneiden und den abgekühlten Kuchen damit begießen.

Vielleicht bald mal wieder die Erinnerungen auffrischen? Dafür muss ich aber erst wieder einen Job in der Druckerei annehmen…

 

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Schöner Schokoladenhimmel oder death by chocolate

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Kennt ihr die Suche nach DEM einen Rezept, dass es dann schlussendlich sein soll. Nie wieder auf die Suche gehen, nie wieder etwas Ausprobieren müssen, um dann doch zu merken es geht noch besser?

Hurra, ich bin angekommen. Angekommen im Schokoladenhimmel. Mehr durch Zufall entdeckt, aber dann ausprobiert.

Ich war schon lange auf der Suche nach einem Rezept, welches ich zuletzt bei diesem Franchise-Italiener der Systemkategorie probiert hatte. Ein Schokoladenkuchen, der nicht trocken, fast wie ein zu harter Pudding schmeckt. Außen nicht zu trocken, sehr saftig, fast cremig.

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Letztens ergab sich eine Möglichkeit, das Ganze mal nach zu backen. Minime ist der beste Schokoladenkuchentester (sie hat eine Eiweißallergie, die es ihr nicht erlaubt, Schokokuchen mit flüssigem Kern zu essen) und hat sehr schnell den letzten Schokoladenhasen geopfert, der auch nicht mehr als Dekoration taugte oder länger im Schrank aufbewahrt werden sollte.

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Schokoladentorte „Death by chocolate“

Zutaten:
3 Eier
175g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
225g dunkle Schokolade
125g Butter
1 gehäufter EL Stärke (ca. 25g)
1 gehäufter EL Backkakaopulver (ca. 25g)
100ml starker Espresso
Zubereitung:
Eier und Zucker, Vanillezucker schön schaumig schlagen. Funktioniert mit einem Handrührgerät ebenso wie mit einem Schneebesen.
Die Schokolade grob hacken. Schokolade und Butter in einer Schüssel über einem Wasserbad vorsichtig schmelzen. Die Butter-Schokoladenmischung gut verrühren und langsam unter die Eimasse rühren.
Den Kaffee dazugeben und gut vermengen.
Kakaopulver und Stärke unterheben.
Die Form fetten und bemehlen oder mit Backpapier auslegen (der Teig bleibt allerdings feucht und könnte so als fertig gebackener Kuchen am Papier kleben bleiben). Den Teig einfüllen und bei 180°C ca. 35 Minuten lang backen. In der Form auskühlen lassen.
den Kuchen leicht gekühlt aufbewahren. So behält er die cremige Konsistenz.

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Vorsichtig muss man dazu sagen, dass der Genuss von einem Stückchen schon als volle Mahlzeit zu werten ist. Oftmals braucht man danach auch gar nicht mehr. Also, langsam genießen und schwelgen.

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Taboulé oder die schönsten Blumen liegen vor der Tür!

Gerne würde ich manchmal schneller DANKE sagen. Die Lieblingsmenschen wohnen ja fast nebenan. Da ich aber weiß, dass sie auch gerne lesen, was ich schreibe, mache ich das halt jetzt mal hier.

Meine Eltern wohnen fast nebenan. Und manchmal, wenn man nicht damit rechnet, man sich lange nicht gesehen hat oder wenn der andere sagen will „hey, hab an dich gedacht!“, genau dann liegt ein kleiner Gruß vor der Haustür. Manchmal finde ich meine Lieblingsblumen vom lokalen Markt, ein paar Eier, geliehenes Geschirr, frisch gefüllt mit Frikadellen, Kekse, Obst und heute war es frisches Grün. Duftendes Grün. – Minze!

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Was macht man mit frischer Minze zuerst? Na klar, erst einmal kräftig die Nase reinstecken und alle ätherischen Öle aufsaugen. Dann bitte kräftig abwaschen. Menschliche Wesen sind nicht die Einzigen, die diese saftigen Blätter gerne mögen. Auch die hundsgemeine Blattlaus fühlt sich wohl.

Die ersten Stängel wandern abgewaschen in ein hohes Glas, dazu etwas gepresste Orange, Orangenscheiben, Ingwer und Honig und dann mit heißem Wasser aufgießen und etwas ziehen lassen. Das Getränk genieße ich gerne bei der folgenden Schnibbelarbeit.

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Hochsommerliche Temperaturen herrschen ja immer noch nicht, aber mit dem frischen Grün musste ich meinen Lieblingssommersalat zubereiten.

 

Taboulé (Salat aus Weizengrieß und Gemüse)

  • 2 große Handvoll gehackte Petersilie
  • 1oo gr Couscous
  • etwas gezupfte Minze
  • etwas gehackter Koriander
  • 2 fein gehackte Tomaten
  • 1 fein gehackte kleine Zwiebel
  • Zitronensaft einer Biozitrone
  • Essig
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

120 ml Wasser aufkochen lassen und den Couscous in einer Schale mit dem Zitronensaft übergießen. Etwas Salz dazu geben und ziehen lassen. Der Couscous ist soweit, wenn die gesamte Flüssigkeit aufgesogen wurde. Nun die gehackten Zutaten dazu, mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Nach Belieben noch etwas Zitrone dazu und kurz vor dem Servieren mit einem Spritzer Olivenöl abrunden.

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Dazu kann man den Pfefferminztee solo reichen, ohne Orange und so weiter. Schmeckt herrlich erfrischend.

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Ich lese gerade, Deutschland erwartet einen neuen Wintereinbruch. Aprilwetter pur. Zeit, sich in die Sonne Marokkos zu träumen. Lasst es euch schmecken.

Guten Appetit!Melsbonheur_taboule5

Salat ist öde oder Mel beweist das Gegenteil!

Letztens bekam ich ein Kompliment für eine Salatkreation von einer Freundin, die genauso wie ich, gerne schlemmt und durch die allabendliche Zufuhr dieses bekannten Gerichtes versucht, die Kilos nicht wachsen zu lassen.

Erst wußte ich nichts damit anzufangen, denn hey, wer kann schon keinen SALAT kochen? War das jetzt als Kompliment zu werten und steckte etwas Ironie dahinter?

Ich gebe zu, mit fortschreitendem Alter und anwachsender Anzahl der Zubereitung dieses Gerichts muss ich mir manchmal schon echt was einfallen lassen, um nicht zum Kaninchen zu mutieren. Gerne möchte ich an dieser Stelle mein Grundrezept für Salat mit euch teilen.

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Trommelwirbel, Spannung, Überraschung: Ich mixe immer Gemüse, Blattsalat und….Obst. Irgendwann war ich es leid, nur zwischen einer roten und einer grünen Paprika wählen zu müssen und hatte nur noch einen Apfel statt Tomaten im Vorratsschrank. Et voilà, eine neue Salat-Epoche brach an. Plötzlich bietet das angehende Salatbuffet soviel mehr Auswahl: Mandarine-Rucola, Banane-Radicchio, Apfel-LolloRosso-Erdnuss-Petersilie, bald kommen Nektarine, Pflaume, Pfirsich, anschließend die Traube.

Unterstützt wird das Ganze durch die Klassiker, grünen Salat aus dem Garten, Pflücksalate aus dem Beutel dürfen es auch mal sein, irgendwer mag auch diese essbaren Blüten gerne. Toll ist auch frischer Babyspinat mit roter Beete und Goji-Beeren.

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Diese Kombination hat auch den großen Vorteil, das durch die Fruchtsüsse des Obstes das Salatdressing nicht noch zusätzlich gesüßt werden muss. Wer trotzdem noch den süßen Kick benötigt, kann ein Salatdressing aus Essig/Öl, Salz/Pfeffer mit Fruchtsaft verdünnen. Schmeckt herrlich frisch und bringt Abwechslung. Sind die Äpfel als einziges Obst zu sauer, darf an auch mal gern mit Sirup süßen.

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Dann noch ein kleiner Crunchy-Tipp von mir. Ergänzt den Salat mit einer kleinen Zugabe. Zerkleinert Nüsse, röstet Pinienkerne, wer auf Trennkost pfeift kann Öl in einer Pfanne erhitzen, Brotwürfel rösten und diese mit Zimt überstreuen. Es macht immer Spass,  im wahrsten Sinne „einen knackigen Salat“ zu essen.

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Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Eiweiß-Variationsmöglichkeiten mit gebratenem Hähnchen oder Lachs, Schinken, Fetakäse, Gorgonzola, geräucherter Forelle und, und und.

Heute schwöre ich zum Beispiel auf Rhabarber, grünem Spargel, Erdnuss, Rucola und Orange. Dazu ein Dressing aus Öl, Zitronensaft, Salz/Pfeffer und, hüstel, Johannisbeersirup, denn der Rhabarber ist nicht „ohne“.

Guten Appetit!

Geschenke gehen immer oder Huhn im Paket

Ich bin kein Freund von Küchenmaschinen und Co. Das Einzige, was mit viel Geld in eine neue Küche käme, wäre ein Dampfgarer. Da momentan beides nicht in Aussicht ist, trickse ich gerne mal wieder.

Mit den frühlingshaften Temperaturen schwinden auch wieder die herzhaften Gerichte und die leichten, südländischen Fisch- und Fleisch- und Gemüsegerichte gewinnen wieder auf meinem Herd.

Was einfach genial ist sind kleine Päckchen aus Packpapier zu packen. Diese speziellen Päckchen kann man befüllen mit allerlei Dingen, die so im Kühlschrank sind. Wunderbar kann man sie vorbereiten, für Grillabende oder Einladungen

Melsbonheur_Haehnchen2Grillbar ist zum Beispiel die Variation Birne/Gorgonzola oder vielleicht Feta/Tomate/Honig/Thymian oder mal Zucchini/Tomate/Schinken? Lecker sind auch mal süße Füllungen mit Apfel/Marzipan/Zimt oder Waldfrucht/Vanille/Kekskrümmel. Ihr seht, jeder, wie er mag.

Heute habe ich noch ein Bio-Hähnchenbrustfilet zur Verfügung und etwas Gemüse.

Dazu habe ich das Kräuterbeet am Wochenende aufgeräumt und abgebrochene Rosmarinzweige in Reserve. Minime ist Hühnchen auch gerne, auch in der kalten Version.

Jetzt bin ich ja der NICHT-GERNE-FLEISCHSCHNEIDER und bin froh, wenn ich ausser waschen, würzen und in die Pfanne legen, nichts großartiges mehr mit dem Stück Fleisch machen muss. So auch heute. Heute gibts ein großes Päckchen, dass vielleicht sogar noch für morgen reichen wird:

Melsbonheur_haehnchen4Huhn als Geschenk

100 g Champignons
100 g Kirschtomaten, Minipaprika, Zucchini o.ä.
1 großes Hähnchenfilet
Salz
4 El Olivenöl
Pfeffer
4 Zweige Rosmarin
4 Stiele Thymian
1/2 Tl edelsüßes Paprikapulver
1 Knoblauchzehe, 1 halbe Zwiebel

1. Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Kirschtomaten und Paprika halbieren. Hähnchenfilets salzen, in 2 El heißem Öl von jeder Seite 1 Min. bei starker Hitze anbraten, mit Pfeffer würzen und herausnehmen. Champignons, Zwiebel und flachgekloppte Knoblauchzehe mit Gemüse 
ins Bratfett geben und kurz anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen.

2. Ofen auf 190 Grad (Umluft 170 Grad) vorheizen. 2 Stücke Backpapier überlappend in eine Auflaufform geben. Champignons und Tomaten auf die Mitte der Stücke geben. Das Hähnchenfilet daraufsetzen. Je 1 Zweig Rosmarin und 1 Stiel Thymian darauflegen. Mit je 1⁄2 El Olivenöl beträufeln. Papier über der Füllung zusammenfalten. Die Enden mit Küchengarn fest zubinden. Päckchen auf ein Blech setzen. Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene 20 Min. backen.

Guten Appetit!

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Linsen-Pasta oder das Fernweh ist wieder da!

Da sind sie wieder, Hülsenfrüchte&Co. Das heißt, meine Italien-Sehnsucht mischt sich mal wieder mit Heimweh-Gefühlen für Paris. Leider ist im Moment kein ferneres Land in Sicht und ich muss meine Sehnsucht mit kulinarischen Ersatzdrogen zumindest zeitweise reduzieren.

In der Toskana habe ich noch nie schlecht gegessen, egal wo und wann ich dort in einem Lokal oder einer Bar bestellt habe. Und die Spannbreite der Essensausgabestellen ist lang.

Melsbonheur_Pasta3Angefangen mit einfachen Pizzerien am Tennisplatz. Dem einzigen Restaurant am Ort, das an einem Montag-Abend geöffnet hatte. Man muss wissen, die Italiener haben eigene Öffnungszeiten und Essenszeiten. Zumindest in der Toskana gibt es die südländische Tradition nicht, von 12 bis 16 in einem Restaurant zu sitzen oder abends die Nacht zum Tag zu machen. Mittag gibt es von 13 bis 14 Uhr, Abendessen von 20 bis 21.3o. Punkt.

Basta. Pasta. Danach sind die Bürgersteige leergefegt, genauso wie die Küchen.

Dann kommen wieder die Bars ins Spiel, hier bekommt man immer einen Happen. Ein Stück Pizza, ein Teilchen oder kleine Antipasti mit einem leckeren Kaltgetränk dazu.

Zurück zu meiner heutigen Pasta. Leute, vergesst es, Sahne an die Pasta-Sauce zu geben. NON SI FA! Kauft euch eine anständige Flasche sämiges Olivenöl, ein Stück Parmesankäse (und keinen Gran PADANO, den die meisten Supermarktfachkäseverkäuferinnen uns gerne als Parmesan verkaufen wollen) und eine Pfeffermühle mit frischen Pfefferkörnern. Habt Meersalz im Haus und ein paar Kräuter.

Das sind im Prinzip die Geheimzutaten einer guten Pasta-Sauce. Dann alle anderen Zutaten, die ihr so haben wollt. Hier kommen die für mein Linsengericht.

Pasta mit Linsen

30 gr Linsen, 250 gr. Nudeln, 1 halbe Zwiebel, Olivenöl, 100 ml Gemüsebrühe, ein paar Streifen Parma-Schinken, Pfeffer, Salz und Parmigiano

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Linsen in einem Sieb kurz abwaschen, etwas Olivenöl in einem mittleren Topf ansetzen, Zwiebeln und Schinken kleinschneiden und schmoren lassen, Linsen hinzu und kurz anrösten lassen. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen lassen und 10 Minuten auf dem Herd ziehen lassen. Danach im Topf ruhen lassen, bis die Linsen bissfest gar sind.

Die Pasta in kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung kochen lassen. Abschütten, dabei eine Kelle Nudelwasser einbehalten und wieder in den Nudeltopf geben. Das Linsengemisch zugeben, Nudelwasser dazu und nochmals kurz auf den Herd geben, die Restwärme der Platte reicht aus. Nun etwas geriebenen Käse dazu geben und dampfend servieren.

Dazu empfehle ich einen klassischen italienischen Rotwein. Und zwar aus dem Landweinglas im Bild, mit den Schrammen im Glas, die Geschichten erzählen. Geschichten, die bei jedem Glas Wein erzählt worden sind. Und Italiener können viel erzählen…, sehr sehr viel erzählen. Buon appetito

 

 

Mels Marmorkuchen oder jugendfrei ist anders!

Meine Tochter liebt Marmorkuchen über alles! Und wer sie kennt, weiß, dass Essen nicht gerade auf ihrer Interessenskala ganz oben liegt, es sei denn, Schokolade spielt eine Rolle. Nun liebt sie nicht Marmorkuchen generell, nein, er muss von einer ganz bestimmten Person gebacken werden. Keine anderer Bäcker bekommt den Marmorkuchen so saftig und ausgewogen hin, wie sie. Unsere Nachbarin.

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Oft habe ich sie nach ihren Kniffen gefragt, nach der geheimen Zutat, die diesen Kuchen zu diesem besonderen machen. Keine Chance, ich kann die Zutaten abwiegen, die Eier und die Butter vorher auf Zimmertemperatur bringen, das Mehl sieben, die Schokolade von Hand schaben, dem Teig vorsingen (oder besser auch nicht), schimpfen, gute Laune beim Zubereiten haben, schlechte Stimmung haben, in Eile oder die Ruhe selbst sein. Er mag mir nicht so gelingen, wie Hannes Kuchen.

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Also ist Hannes Marmorkuchen für C. genau das, was Tante Giselas Apfelpfannkuchen für mich waren (und sind). Der Geschmack nach einem besonderen und außergewöhnlichen Moment der Kindheit, an den wir uns immer erinnern.

Jetzt ist C. mal außer Haus und ein kleiner Besuch steht an. Besuch von meiner Großcousine und dem weltbesten Grafiker, die sich ab und an mal aus dem Hessenland auf den Weg in die alte Heimat machen. Der weltbeste Grafiker hat noch etwas „gut“ bei mir. Eine typische Hau-Ruck-Idee von mir, die er wieder mal mit katastrophalen Vorgaben von mir, in wirklich sehenswerter  Weise umgesetzt hat. Das Ergebnis darf jeder sehen, der auch die berufliche Seite von Mel kennen lernen möchte. Anfragen gerne jetzt! Danke dafür, Sepp.

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Jetzt war ich nicht gut vorbereitet und hatte keine Zutaten für einen American-Sweet-Schmandkuchen-nach-seiner-Mutter-Kuchen da und habe einfach Hannes Marmorkuchen nach Melsbonheur-Facon gebacken. Natürlich ist er wieder nicht Hanne-like geworden aber dafür halt anders. Für Kinder eher ungeeignet, den richtig saftig wird der Kuchen erst, wenn man ihn nach dem Backen in der Form mit 2 Teelöffeln Grand Marnier zusätzlich beträufelt.

 Mels Marmorkuchen mit Grand Marnier

160 g Butter
180 g Zucker
1 TL, gestr. Vanille (Bourbon Vanille), gemahlen
4 Eier
4 EL Grand Marnier
220 g Mehl
40 g Speisestärke
1 TL Backpulver
Puderzucker
Backkakao
Fett für die Form

Zubereitung:
Die Eier, Butter, Zucker und Vanille schaumig schlagen. Den Grand Marnier zufügen. Mehl, Stärke und Backpulver mischen, durchsieben. Alles in die Rührschüssel geben und vorsichtig unterheben.

2/3 des Teigs in eine gut eingefettete Guglform geben. Dem restlichen Teig circa 2 Suppenlöffel Backkakao zufügen und mischen. Über den hellen Teig in der Form geben und mit einer Gabel zarte Kreise ziehen. Bei circa 175 Grad circa 40 Minuten backen. Nach dem Backen die Form etwa 10 Minuten erkalten lassen, dann vorsichtig stürzen.

Wenn die Kuchen etwas ausgekühlt hat, vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen oder wer mag, mit Zarbitterschokolade dünn überziehen.

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Guten Appetit und ich hoffe, Sepp hat das hier noch nicht gelesen…

Frohe und vor allem friedliche Ostern.

 

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Wider der Schreibblockade oder ein Linsengericht!

 

Melsbonheur_linsen3Brainfood ist total „in“, sagen sie. „Healthy“ muss es sein. „Superfood“ ist angesagt und „clear eating“ ist ein Muss. Nach Tagen des Dauerregens und ohne Sonnenlicht brauche ich ein paar Vitamine. Da bin ich auch total konservativ und „old school“ und schneide Rohkost in Streifen.

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Hülsenfrüchte habe ich erst sehr spät für mich entdeckt, damit meine ich wirklich Bohnen, Linsen und Erbsen. Heutzutage versuche ich, immer mal auf Fleisch zu verzichten und da kommen mir die eiweißhaltigen Minipowerpakete genau recht.

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Zurück zu meinen Gemüsestäbchen, die allerdings ein paar Fette benötigen, damit zum Beispiel die Möhrchen meine Augen noch leistungsfähiger machen können (falls Hopfen und Malz noch nicht auf der Lebenslinie verschwunden sind).

Angelehnt an die marokkanische Küche hier das Rezept für den

Linsen-Minz-Dip (reicht mit Gemüsesschnitzern für circa 2 Personen):

50 gr rote Linsen, halbe Zwiebel, 1 halbe Zehe Knoblauch, Olivenöl, 150 ml Gemüsebrühe

Kreuzkümmel, Pfeffer, Salz, Pfefferminze, Petersilie

50 gr. weicher Schafskäse, 10%-Joghurt oder etwas Crème fraiche, Abrieb und Saft einer Limette

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Zwiebel und Knoblauch hacken und in einen Topf mit etwas erhitztem Olivenöl geben. Glasig schmoren lassen. Die roten Linsen dazu geben und leicht anrösten lassen. Einen halben Teelöffel Kreuzkümmel dazu und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Temperatur 10 Minuten köcheln lassen.

Den Schafskäse dazu geben und alles pürieren, Creme Fraiche dazu, falls die Konsistenz zu fest ist. 5 Minzblätter und 5 Stängel Petersilie dazu geben, ebenso Limonenabrieb und den Saft. Mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken.

Dazu Möhren, Kohlrabi, Paprika, Fenchel und was auch immer in der Gemüseschublade schlummert in Streifen schneiden und servieren.

Ich hoffe es schmeckt und welch ein Wunder, ich kann jetzt auch wieder schreiben!

Guten Appetit!

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Antipastisalat oder die Gunst der Stunde!

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Ich gebe zu, dieser Beitrag war nicht geplant. Der ganze Tag war so eigentlich nicht geplant. Heute vormittag hatte ich drei Termine mit meinem Rechner, die ganz unbedingt erledigt hätten werden müssen. Wäre da nicht die Gegensprechanlage gewesen, die unbedingt von den ungebetenen Gästen im letzten Jahr auseinandergenommen werden musste. Seither wurden wir ab und an von fröhlichem Klingeln bei Tag und Nacht geweckt, obwohl niemand vor der Tür stand.

Also mußte der Elektriker meines Vertrauens her. Kein Ding, sollte in einer Stunde angebracht werden, kein Problem. -Jaha.

Dieses sehr alte Haus ist von mehreren Generationen ausgebildeten und selbsternannten Elektrikern behandelt worden. Daher keine Verteilerdose in Sicht, um nur mal eben das Ganze zu verbinden.

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Da steh ich nun anderthalb Stunden später, mit dem Inhalt des Schuh- und Taschenschrankes im Wohnzimmer, einem ausgebauten Einbauschrank im Esszimmer, zwei eifrigen Elektrikern, die sich wirklich Mühe geben und Schneeregenblick nach draußen in der Küche. Die Jungs haben zu tun, hätte ich auch, aber an mein Büro ist gerade hier im Chaos nicht zu denken. Dann halt die Gunst der Stunde nutzen und einen Lieblingsklassiker für den Abend vorbereiten.

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Antipasti-Salat:

3 Paprika, 3 Möhren, 2 kleine Zucchini, 1 Knoblauchknolle

Rosmarin, Thymian

Olivenöl, Salz, Pfeffer, etwas brauner Zucker

Das Gemüse putzen, Paprika von Strunk und Samen befreien, in breite Streifen schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit der Hautseite nach oben. Mehrmals die Stücke auf der Hautseite mit einer Gabe einstechen. nun bei 250 Grad ca. 20 Minuten grillen. Die Paprika muss schwarz werden.

In dieser Zeit die Zucchini in möglichst lange Scheiben schneiden und salzen, Möhren schälen und in Stücke schneiden. Knoblauchzehen schälen und einmal mit dem Küchenmesser platt drücken. Normalerweise bin ich der Minimalist in der Küche, aber zu diesem Gericht hole ich gerne mal die Grillpfanne aus dem Keller.

Die Grillpfanne auf den Herd stellen und erhitzen, Öl hinein und die Knoblauchzehen anschwitzen, nach und nach die Zucchini-Scheiben einlegen, salzen und pfeffern, die Kräuter darauflegen.

Nun kann das Backblech aus dem Ofen geholt werden, die dunkle Paprika mit dem Backpapier vom Blech nehmen und mit einem feuchten Küchentuch bedecken, leicht auskühlen lassen. Die Zucchini-Scheiben wenden und würzen.

Nun die Paprikahaut mit einem Messer abschälen und in eine vorbereitete Schüssel geben, die Zucchini dazu. Nun etwas Zucker in die Pfanne und leicht karamellisieren lassen, die Möhrenstücke dazu geben. Würzen und leicht anbraten, bis sie ‚al dente sind. Alles zusammen in die Schüssel, etwas Öl darauf geben, eventuell mit Salz und Pfeffer abschmecken, frische Kräuter darüber, mit Folie bedecken und an einem kühlen Ort circa 5 Stunden durchziehen lassen.

Was soll ich sagen, mit der Abfahrt der Elektriker war der Salat durchgezogen. Ein Stückchen Sommer im Februar. Guten Appetit!

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